Tage der Offenen Tür - Lanaken

Tage der Offenen Tür

Würden bei diesem stürmischen Wetter überhaupt Leute zu den Tagen der Offenen Tür kommen? Es schien, als würde der Wind jedermann nach Lanaken wehen. Sie kamen sogar über den Kanal herüber geweht, weil Z in Großbritannien ein starkes Image hat. Aus Frankreich kam jemand, um Levisto Z zu sehen. Zangersheide inspiriert deutlich jung und alt, Amateure und Profis. Einer der Jüngeren war der 19 Jahre alte Guillaume, der die Ambition hat, Profireiter und Züchter zu werden. Er kam speziell aus Ostende. Zu den Älteren gehört der 76 Jahre alte Pol, der noch mit seiner Stute spazieren geht und noch einmal decken lassen will. Z ist ansteckend, denn es ist grundsolide, hören wir oft. Z ist gastfreundlich, und das nicht nur zu den Tagen der Offenen Tür. Z ist in allem effizient. Wenn es um Hengste geht, hörten wir viel Interesse für Caesar Z, Kazan Z und Aganix du Seigneur Z. Auch Dourkhan Hero Z und die Namen der Dominator-Söhne D’Aganix Z und Querido Z hörten wir oft fallen. Eine Auslese...

„Ein schöner Marktplatz“

„Das Interesse ist sehr groß", lacht Nick Van Turnhout. Er ist zusammen mit Niels Bruynseels, Stijn Van Campenhout und Nick Vrins einer der vier Musketiere von Woodland’s: „Wir stellen mit dem von Paul Schockemöhle gezogenen Chacwood PS (Exelero 2 - Kenwood) und mit Royal Red vh Lindenhof (Tangelo vd Zuuthoeve - Kannan) selbst zwei Hengste vor. Zangersheide ist tonangebend, und wenn ein Hengst dort gekört wird, ist das eine schöne Referenz. Man weiß, dass man hier mit den besseren Hengsten antreten muss. Ich vergleiche das ein bisschen mit dem Sport. Man muss immer ein bisschen das Glück des Tages haben. Auch hier müssen die Stangen buchstäblich liegen bleiben. Es muss hier und jetzt geschehen, und das macht es auf angenehme Weise immer etwas spannend. Gleichzeitig verkenne ich nicht, dass die Z-Hengstkörung auch ein schöner Marktplatz ist. Die ausgesuchten Hengste präsentieren sich hier, und wir sind immer bereit, in junge Talente zu investieren“, sagt Nick augenzwinkernd. „Es sind immer die Hengste, die ins Auge springen. Dabei schaue ich immer erst auf den Hengst und erst dann in den Katalog". Und zufällig kommt einer vorbei, der ins Auge springt...

„Eine zwischenzeitliche Entwicklungsphase“

Michel Haelterman ist der Mann hinter dem Gestüt De Laubry. Berufsmäßig ist er unter anderem der belgische Importeur von Carlsberg und Taittinger. Er stellte zwei Hengste vor: Pablo de Laubry (Perigueux x Diamant de Semilly) und Cristal de Laubry (Comme Il Faut x Nabab de Reve). „Ich wähle die Z-Körung, weil ich es unverantwortlich finde, was das BWP von dreijährigen Hengsten verlangt. Junge Hengste in jugendlichem Alter unter dem Sattel springen zu lassen, ist für ihre Entwicklung nicht förderlich. Das ist absolut nicht mein Ding. Deshalb wähle ich die Z-Hengstkörung. Cristal und Pablo sind zwei prima Pferde, die ich respektieren will". Wie wichtig ist diese Körung für Michel? „Im Prinzip sind diese Hengste nicht zu kaufen. Ich finde es vor allem schön, sie einmal mit ihren Altersgenossen zu messen. Schließlich liefen sie bis vor sieben Wochen noch auf der Weide. Es ist für sich allein schon fein, sie durch Fachleute beurteilen zu lassen, die in der Zucht und im Sport sitzen. Und wissen Sie, was meine Hoffnung ist? Dass sie als Siebenjährige hier das Finale der Weltmeisterschaft springen. Dann weiß man erst, ob man ein gutes Pferd hat oder nicht. In der Zwischenzeit ist es schön, wenn sie gekört sind und die Hengstserie springen, aber der Moment der Wahrheit ist doch die WM für Junge Pferde. Also gibt es noch Stress (lacht). Ich hatte vor drei Jahren zwölf Fohlen, und diese beiden stachen heraus. Daher die Vorstellung. Und sie kommen aus bewährten Stämmen, etwa aus der Schwester von London. Ich glaube an ihre Zukunft, und diese Körung ist eine zwischenzeitliche Entwicklungsphase".

„Familiäres Geschehen“

Wie schön kann ein Name sein: Vrolijk (Fröhlich, d. Übers.)! Vater, Mutter und Tochter Vrolijk stellten ihren Hengst Detective Vive Z vor, einen Hengst von Dominator 2000 Z a. d. Zinfandel (Numero Uno). Aus ihrer Linie kamen mehrere internationale Pferde wie Sebastian, den wir mit Christian Ahlmann und Scott Brash kennen. Ein schöner Name, ja, lacht Mama: „Wir sind die Familie Vrolijk und das passt fast immer. Wir bekamen vor einigen Jahren auf der Z-Körung einen Hengst gekört. Und ehrlich, dieses Mal zeigte sich Detective Vive Z nicht wirklich gut, das geben wir ehrlich zu. Das kann einem passieren. Ich bevorzuge bewährte Hengste und wollte für meine Stute einen jungen Diamant, und dann kommt man automatisch zu Dominator. Ein ansprechender Hengst, der alle Erwartungen erfüllt. Hinterher hat man immer recht. Ich wollte ein Stutfohlen, aber es ist ein Hengst geworden. Wir züchten für den eigenen Gebrauch, weil wir reitende Kinder haben. Im Verkaufen sind wir schlecht, wir wissen, was wir zuhause haben, unsere Töchter sind Teenies und wir kennen unsere Pferde. Und das Schönste, was es gibt, ist doch, dass die Kinder mit den eigenen Pferden springen. So eine Hengstkörung ist schön, aber sie vor allem ein familiäres Geschehen. Für dieses Jahr haben wir schon ausgemacht, dass wir zurück zu Dominator Z und Cicero Z gehen, ergänzt durch einen jungen Hengst, aber über den sind wir uns noch nicht im Klaren“. Und der ultimative Traum? „Dass eines unserer Kinder einmal mit einem Pferd, das wir selbst gezogen haben, an der WM teilnehmen kann. Wie schön könnte das doch sein?“

Aganix Z oder Columbus Z?

Sandy und Willy sind ein junges Paar, das gleich hinter der Grenze in den Niederlanden wohnt. Sie überlegen, ihre Stute decken zu lassen. Jetzt noch einen Hengst auswählen. „Mein Stiefvater hatte früher einen Reitbetrieb, so kam ich zu den Pferden“, beginnt Willy". „Ich habe selbst bis auf ZZ-Niveau geritten. Umständehalber habe ich aufgehört und dann traf ich Sandy, die auch ein Pferd hat. Auch wenn man aufgehört hat, bleibt doch der Virus in einem. Sandy hat jetzt eine Stute von Andiamo Z, mit der wir züchten wollen“. Es wird deutlich, dass sie sich noch nicht entschieden haben. Oder etwa doch? „Sandy schaut mehr auf das Exterieur, ich mehr auf das Pedigree und die Nachkommen". Willy hat eine Vorliebe für Aganix Z, Sandy ließ ihr Auge auf Columbus Z fallen. „Mit den Gedanken sind wir hierher gekommen. Wir wollten beide Hengste einmal in Wirklichkeit sehen, denn ein Foto stimmt nicht immer mit der Wirklichkeit überein. Das kann in zwei Richtungen ausgehen. Entweder ist man enttäuscht oder man ist angenehm überrascht. Willy kennt Zangersheide schon länger. Er kam einst nach Lanaken, um eine Stute decken zu lassen, und hat daran nur gute Erinnerungen. Deswegen kommt er zurück. Für Sandy ist es das erste Mal: „Hier ist alles so schön, ich könnte hier arbeiten. Brauchen sie hier noch Mitarbeiter? Ich arbeite jetzt in einem Schweinebetrieb und bin in Ausbildung als Pferdesportmasseur. Wenn man zwischen Schweinen und Pferden wählen darf, ist die Entscheidung schnell gemacht, nicht wahr?"

Stall Bergmans erreicht 100 Prozent

Der Stall Bergmans stellt in jedem Jahr mehrere Hengst vor. Es ist ihr Job, junge Pferde/Hengste auszubilden. „Wir hatten in diesem Jahr ursprünglich sechs Hengste, drei waren aber noch nicht fertig. Wir kommen also nur mit denen, von denen wir wissen, dass sie soweit sind“. Der Stall Bergmans bereitet unter anderem für Luc Henry junge Pferde für die Hengstkörung vor. Adonis Butterfly Z (A Golden Boy Hero Z - Chacco Blue) war ein eigenes Produkt, Riesling vh Roosakker (Comme Il Faut - Echo vh Spieveld) stellten sie für Marc Kluskens vor, und Freeman Heureka Z (For Pleasure - Verdi TN) für Luc Henry. „Wie gut die Hengste auch vorbereitet sind, es ist immer buchstäblich ein Loslassen, und das macht es ein bisschen spannend. Man weiß nie, wie sie auf neue Umstände reagieren. Durchweg geht es gut. Es sind Ausnahmen, die zumachen oder sich nicht so zeigen wie sie sind. Die meisten sind cool und konzentrieren sich auf ihren Job“. Ob man etwas aus der Vorstellung ableiten kann? „Man erkennt die Technik, auch wenn das nichts darüber aussagt, wie hoch sie später springen werden. Was man wohl während der Vorbereitung und der Vorstellung erfährt, ist ihre Mentalität. Und die ist doch auch eine wichtige Qualität".  

„Jeder Züchter verdient ein bisschen Glück“

Die Niederländer Joost Frencken und sein guter Freund Dennis stellten Harley DAT vd Eijkhof Z auf der Körung vor, einen Sohn von Harley VDL (Heartbreaker) aus einer Calvados-Mutter, deren Urgroßmutter auch die Mutter von Kannan ist. „Das schien nicht verkehrt zu sein", urteilte Joost. „Ich werde mich immer dem Urteil der Jury beugen. Ich habe also keinen Stress. Ich kaufte Harley als Fohlen. Für mich ist er ein zukünftiger Deckhengst. Ich schätze das Schema von Zangersheide: kurz und bündig und eine professionelle Jury. Es sind Pferdeleute, die jeden Tag ihr Brot mit den Pferden und dem Sport verdienen. Sie wissen, worum es jeden Tag geht. Ich schätze also ihr Urteil. Und ich verschweige auch nicht, dass der Kostenfaktor auch eine Rolle spielt. Auch deswegen ist Z interessanter als andere Stammbücher". Für Frencken ist die Körung kommerziell interessant. Es ist deshalb nicht das Entscheidende, ob er seinen Hengst aufstellen wird. Harley wurde nicht gekört. „Ach, alles kommt so wie es kommt. Die Jury und der Handel bestimmen, das hat man nicht in der Hand. Und jeder Züchter verdient ein bisschen Glück", stellt Frencken philosophisch fest.

Von Deauville nach Lanaken

Perry De Winter ist der Züchter des Vielverdieners Gancia de Muze (Niels Bruynseels). Er war erst in Deauville, wo er Royal Touch vh Schaeck mit Erfolg vorstellte. In Lanaken wurde sein anderer Hengst Remember Me van het Schaeck (Million Dollar x Shindler de Muze) nicht gekört. Warum Deauville und Lanaken? „So hat man zwei Wochenenden, um sich das anzusehen“, lacht De Winter. „Deauville bedeutet Ferien, nicht wahr? Remember Me hat an mehreren Freispringwettbewerben teilgenommen und das klappte immer gut. Diese Wettbewerbe sind gute Vorbereitungen auf die Hengstkörungen. Nun ja, das sagt auch nichts aus, es bleibt eine Momentaufnahme, und die muss gelingen. Wenn er abgelenkt ist und zuviel guckt, zeigt er sich vielleicht nicht? Das kann passieren. Das Wichtigste ist, dass ich schon gesehen habe, was er kann, und daraus leite ich ab, dass er ein guter Hengst ist. Auch wenn wir das heute nicht ganz so sehen“. Perry De Winter stellt seine Hengste auch auf. „Royal Touch liegt kommt gut an im Markt. Man muss sagen, wenn solch ein junger Hengst zwischen 30 und 40 Stuten deckt, ist es gut. Wir haben hier früher schon Hengste gekört bekommen, so Million Dollar (Plot Blue), den Vater von Remember Me. Es ist nun einmal schön, wenn man als Züchter einen gekörten Hengst ziehen kann“. Perry De Winter wollte nach der Hengstkörung noch einige Z-Hengste sehen, die er in diesem Jahr einsetzen will. „Aganix Z steht sowieso auf meiner Liste. Von dem stammen viele gute Pferde. Und Caesar Z habe ich mit einem Haken notiert: ein Chacco Blue aus der Ratina Z ist das Beste vom Besten“.

Erstes Fohlen verkauft

Zwei Freundinnen aus der Gegend von Antwerpen, Anika und Lara, sind Amateurreiter, die ihre ersten Schritte in die Zucht machen. Und dazu gehört ein Besuch hinter die Kulissen. „Mein erster Hengst war Dominator Z, und das Fohlen ist bereits verkauft. Es gab gleich Interesse dafür, weil es ein Dominator war. Auf solche Art ist das Züchten schön. Das bringt Befriedigung“, lachen sie im Chor.

Übersichtlichkeit und Transparenz

Wim Luyten aus Oirschot stellte zum ersten Mal einen Hengst vor: Don Juan Z, einen Sohn von Dominator Z. Er wurde nicht gekört. „Als Züchter ist man stolz, wenn man einen gekörten Hengst vorzeigen kann. Ob es soweit kommt, weiß man nicht. Es sah hier gut aus und es ist schön, dies mitzumachen. Ich bin Hobbyzüchter und es ist nicht das Ziel, den Hengst aufzustellen. Es geht um die Erfahrung und das Erlebnis. Und im besten Fall springt er der Jury oder den potentiellen Käufern ins Auge“. Die Z-Körung war eine bewusste Entscheidung von Luyten: „Ich finde sie übersichtlicher und transparenter“.

Keine goldenen Türklinken, aber ursolide Qualität

Ein pensioniertes Paar schaut sich interessiert um: „Ein Fohlen aus unserem Stamm und unserer Stute Donna ist hier im vergangenen Jahr Champion beim Z-Festival geworden: D’Amour van den Haze Z (Dominator x Zapatero). Es gehörte uns nicht, aber weil es aus unserem Stamm kam, war das Interesse geweckt. Wir sind zwar Mitglied von Z, aber wir sind noch nie hier gewesen. Wir verkauften einige Zuchtstuten, deren Produkte es hier sowohl beim Z-Festival als auch bei der Z Quality Auction schon gut gemacht haben. Und nun wollten wir es doch einmal selbst sehen. Und wir sind von dem Geschehen angenehm überrascht. Wissen Sie, was hier so schön ist? Es ist hier sehr solide. Das gilt sowohl für die Hengstkörung als auch für die Anlagen. Keine goldenen Türklinken, wohl aber ursolide Qualität ohne viel Brimborium. Funktionell und effizient. Das strahlt Z aus“.

Salut aus Wallonien

Maxime ist 28 Jahre alt, kommt aus dem wallonischen Ciney und bezeichnet sich als kleinen Züchter. „Ich züchte zwei Fohlen im Jahr. Wussten Sie, dass Zangersheide immer mehr an Popularität in Wallonien gewinnt? Allein schon durch den Service ragt Z deutlich heraus. Z ist ein modernes Unternehmen. Ich komme zu jeder Veranstaltung. Die Zucht ist eine Familienangelegenheit, und wir setzen auch Z-Hengste ein, so Dominator Z, Columbus Z und Dourkhan Hero Z. Und das lohnt sich, denn bis jetzt haben wir all unsere Fohlen verkaufen können. Wir sind deshalb noch nie mit Fohlen zum Z-Festival gekommen. Ich komme zu den Tagen der Offenen Tür speziell wegen der Hengstpräsentation und lasse sie auf mich wirken. Danach wähle ich vielleicht erneut einen Z-Hengst aus der Kollektion“.

Wegen Kazan Z und Cicero Z

Gert Timmermans kommt in jedem Jahr zu den Z-Veranstaltungen. „Mein Sohn und ich kommen speziell wegen zwei Hengsten: bestimmt schon wegen Kazan Z (Baloubet du Rouet - Heartbreaker) und auch wegen Cicero Z (Carthago Z - Randel Z). Der gefällt mir auch sehr. Ich bin schon seit zehn Jahren Mitglied von Zangersheide und züchte zwei bis drei Fohlen im Jahr. Aber ich muss zugeben, dass ich schon einige Jahre nicht hierher gekommen bin, was mit einem Rückschlag zu tun hatte. Züchten ist reines Hobby. Vor zwei Jahren hatte ich ein Fohlen von Chellano Alpha Z: tot geboren, mit dem Nabelstrang um den Hals. Ein anderes Fohlen von Solid Gold Z ging nach ein paar Monaten durch eine Ahornvergiftung ein. Und als ob das noch nicht genügte, hatte ich eine Stute, die nach dem Abfohlen einging. Das trifft einen sehr hart. So hart, dass mir der Appetit eben vergangen war. Nun bin ich doch gekommen, ich habe mich darüber hinweggesetzt. Ich sehe die Fohlen gern. Ich bin einmal mit einem Fohlen von Asca Z zum Z-Festival gekommen, einfach, um es einmal zu zeigen. Ich habe die Passion. Ich bin nie selber geritten! Ich habe inzwischen 14 Pferde. Zum Glück habe ich genügend Platz. Ich bin durch meinen Nachbarn zu Zangersheide gekommen. Ich hatte eine Kutsche und einen Haflinger. Mein Nachbar schlug mir vor, einmal mit nach Zangersheide zu kommen. Ich kannte es nicht. Ich rede über eine Zeit vor 14 Jahren. Es war zu den Tagen der Offenen Tür und ich war begeistert. Ich kam nach Hause und sagte zu meiner Frau, dass ich auch züchten wollte. Sie erklärte mich für verrückt. Ich versorgte gelegentlich die Stute meines Nachbarn, kaufte sie später und zog ein Fohlen von Asca Z aus ihr. Sie gewann ein paar Freispringwettbewerbe und ich verkaufte sie. So begann die Geschichte. Und dann traf ich Andre Leemans von De Padenborre und meine Zucht kam in schnelleres Fahrwasser. Ich konnte von ihm eine gute Blutlinie kaufen und so begann meine Linie“.

70jähriger verkauft online

Zangersheide inspiriert von 7 bis 70. So jung ist Willy uit Limburg. Er ist Geflügelzüchter und verkauft Bioeier. Außerdem züchtet er drei Fohlen im Jahr, die er beim Z-Festival vorstellt. Und er konnte schon Fohlen über die Z Online Auction verkaufen. Willy hat eine klare Meinung über das Geschäft. Er müsse seine Fohlen verkaufen, sagt Willy, „denn die Reiter sind teure Vögel. Und wenn es nicht gut läuft, bin ich der Dumme. Dabei mache ich nicht mit. Ich verkaufe sie“.

Eine Prämie von 4.000 €

Patrick Sebrechts entdecken wir zusammen mit einem befreundeten Züchter auch im Hengststall. Patrick ist der Züchter von Bellissimo Z, mit der Thibeau Spits im vergangenen Jahr Silber bei der Belgischen Meisterschaft und Bronze bei der EM gewann. „Ich komme schon seit Jahren zu den Tagen der Offenen Tür, weil es immer interessant ist, die Hengste zu scouten. Jedes Jahr muss man sich entscheiden. In diesem Jahr habe ich Dourkhan Hero Z eingesetzt, und mein Kumpel nahm Comilfo Plus Z. Ich schaue vor allem auf die Mutterlinie des Hengstes und nach dem, was sie schon gebracht hat. Es ist auch wichtig, die Hengste einmal in Natur zu sehen, denn auf Fotos oder auf Videos sieht man nicht alles. Ihre Ausstrahlung erkennt man auch nur live. Hengstfohlen verkaufen wir schneller, Stuten behalten wir. Die Auswahl des Hengstes ist eine schwierige Abwägung. Denn wenn man ein Hengstfohlen hat, will man es verkaufen, und dann ist ein bekannter Name lukrativer. Gleichzeitig muss man auch für den Sport von morgen züchten, und der verlangt schnelle, flinke Pferde. Und dann ist ein jüngerer Hengst angeraten“. Warum sich Patrick für Z entscheidet? Die Frage zu stellen, ist sie zu beantworten. Er lacht: „Bellissimo Z wurde im vergangenen Jahr Vierte im Z-Ranking und ich bekam eine Prämie von 4.000 €. Mein Bruder züchtet beim BWP, wurde auch geehrt und bekam Blumen. Na, ja. Es ist nicht so, dass man dafür züchtet, aber es ist eine schöne Anerkennung. Denn lassen Sie uns ehrlich sein: in der Zucht weiß man es nie und es ist nicht immer eine Erfolgsgeschichte. Die Geschichte von Bellissimo Z ist nun gut ausgegangen, aber sie war als junges Pferd keine evidente Tante“.                                                    

Ein Paradies

Sie kommen aus Frankreich, gleich hinter der Grenze. Ein Vater, der in seiner Freizeit züchtet, und seine Tochter, die seine Pferd in ihrer Freizeit reitet, statteten Z einen Besuch ab: „Weil meine Tochter von Levisto Z ganz hin und weg ist und sie mich überreden will, mit ihm decken zu lassen. Ich verfolge die Wettbewerbe für junge Pferde und sehe nicht viele Levistos in Belgien. Von Asca Z habe ich schon viele gute Nachkommen gesehen. Und Cicero Z ist immer gut, vor allem mit einer Blutstute. Von Catoki Z habe ich immer etwas gehalten. Wir sind hier, um etwas zu entdecken, und lassen es auf uns zukommen. Ich möchte auch Asca Z sehen, der hat auch meinen Vorzug. Wir züchten nur ein Fohlen im Jahr für den eigenen Gebrauch, und meine Tochter hat eine Sportstute, die pensioniert ist, mit der wir auch züchten“. „Für mich ist es das erste Mal, dass ich Zangersheide besuche", fällt seine Tochter ein. „Es ist überwältigend hier, ein Paradies für die Pferde“.

Auch in Großbritannien wird Zangersheide als eines der besten Stammbücher angesehen

Die beiden britischen Boys vom Imperium Stud fuhren am Sonntag morgen sehr früh mit dem Wagen von Großbritannien nach Lanaken: „Wir haben einen Handelsstall und eine Zucht und kommen speziell wegen der Tage der Offenen Tür und der Hengstkörung. Cicero Z und Dominator Z haben vor allem unseren Vorzug. Die wollen wir bestimmt einsetzen. Wir züchten sechs Fohlen im Jahr und sind noch nie auf Zangersheide gewesen. Wir sind jetzt schon froh, dass wir hier sind. So etwas findet man bei uns in Großbritannien nicht. Alles ist anders. Außer dem Wetter – das ist dasselbe. Wir sind echt beeindruckt. Weshalb wir auch kommen, ist, weil Z in Großbritannien eine sehr hohe Reputation hat. Z wird als eines der besten Stammbücher angesehent“.

De Kersenheuvel x Z

Annemie ist Tierärztin, spezialisiert auf Fortpflanzung bei Pferden. So ist es fast selbstverständlich, dass sie auch züchtet, und zwar unter dem Namen Gestüt De Kersenheuvel. Ihr Mann blieb zuhause bei den Kindern. Sie brachte ihren züchtenden Nachbarn mit. „Wir züchten in den letzten Jahren ständig mit Z. Wir verkaufen Fohlen, wenn wir den richtigen Preis bekommen. Früher ritt ich mehr, aber die Praxis, eine Familie, ein kleiner Garten – das alles erfordert Zeit, und so muss das Reiten zurückstecken. Ich hatte zwei Turnierpferde. Eins wurde verkauft, von der anderen erwarte ich ein Fohlen von Colorit Z. Dann habe ich noch eine Voltaire-Stute aus der Linie von Bella Donna, die von Cicero Z tragend ist. Vor kurzem habe ich eine Stute von Andiamo Z - Darco - Quidam de Revel für die Zucht dazugekauft. Wegen ihr komme ich her, um die Hengste zu sehen. Ich will sie immer erst gesehen haben. Und sie haben hier toffe Hengste. Caesar Z spricht mich auch sehr an. Mein Nachbar Pol ist 76 Jahre alt und hat eine Stute von Vigo d’Arsouilles, mit der auch noch einmal züchten will. Er geht noch regelmäßig mit ihr spazieren“.

Von der See nach Lanaken geweht

Die Familie Van De Voorde kam extra aus Ostende, weil ihr Sohn ganz in Pferde vernarrt ist. Sie kauften vor ein paar Jahren zwei Fohlen von Cabrio Z und Asca Z. „Und jetzt haben wir zwei Stuten, mit denen wir selbst züchten. Wir kommen vor allem nach Z, um unserem Sohn eine Freude zu machen. Er ist völlig hingerissen davon", lacht der Vater. Wie sehr? „Sehr! Alles dreht sich um Pferde, es gibt nichts anderes“. Der Sohn ist Guillaume, 19 Jahre alt und ambitioniert: „Das erste Pferd, das meine Eltern kauften, war ein Z-Pferd. Zangersheide strahlt sowohl im Sport als auch in der Zucht Professionalität aus. Ich möchte echt Profireiter und Züchter werden. Ich studiere jetzt noch, aber ich habe mehr Interesse für Pferde. Ich kenne noch nicht viel davon, deshalb halte ich junge Hengste für riskant. Wenn ich jetzt einen Hengst wählen müsste, geht mein Vorzug zu einem bewährten Hengst, und dann denke ich an Aganix du Seigneur Z, weil er gute Nachkommen bringt... Wie spät ist es jetzt? 12,20 Uhr? Dann schließen wir uns der Führung an“.

 

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