Neues Leben

Im neuesten Ranking der WBFSH steht Zangersheide auf dem ersten Platz. Eine schöne Anerkennung, aber die Belohung geht an unsere Züchter. Sie planen in jedem Jahr die beste Anpaarung, indem sie Sportgene selektieren und kombinieren. Schon Jahrzehnte lang, und das ist heute nicht anders, wenn wir uns das neue Leben anschauen. Die zusammengebrachten Gene haben für sich selbst schon Sportgeschichte geschrieben. Wir sehen in diesem Jahrgang Mütter von Söhnen und Töchtern, die World Cups springen und gewinnen. Oder selbst große Championate gegangen sind. Die direkte Verbindung zum Topsport ist nie weit weg. Das bietet bei der Geburt zwar keine Garantie, aber die Sicherheit ist deutlich höher . Aus der Hengstwahl leiten wir ab, dass die Latte für Väter hoch gelegt wird. Die Entscheidung für Taloubet Z zum Beispiel liegt auf der Hand, wenn man seine sportlichen Erfolge anschaut. Aber auch junge Hengste bekommen bei unseren Züchtern Chancen, aber sie müssen dann noch ein besseres Papier haben. Eine Sache steht fest: entlang der Mutter- und der Vaterseite muss der Sport mit einem großen ,S’ überdeutlich verankert sein.

Stall For Fun

Eise Brinkman aus Zuidbroek und Norbert Lodewijks sind beste Freunde. Zusammen haben sie eine Zucht aus reiner Freude, und so hatten sie gleich einen Namen für ihren Stall: For Fun. Vor etwa sechs Jahren wurde der durch Bro For Fun Z bekannt, der beim Z-Fedstival Reservechampion wurde. Brinkman sprang selbst bis 1,30 m und ist beruflich Auslieferer des Pferdefutters Subli. So kommt er in viele Ställe und trifft viele Pferdeleute. Sie gaben ihm einen Einblick in die Zucht. „Ach, wir sind ein Paar junger Freaks , das jeden Donnerstag zusammenkommt, um die Welt der Pferde zu besprechen“, lacht Eise. „Die Zucht betreiben wird echt aus Spaß, was nicht bedeutet, dass wir es nicht gut machen wollen. Im Gegenteil. Jeder Anpaarung geht viel Studium voraus. Das Z-Festival ist dabei ein guter Parameter, und es ist auch schön, wenn man sein Fohlen über eine Z-Auktion verkaufen kann. Dann rede ich in erster Linie über die Hengste. Die Stuten behalten wir oft für den Sport und die Zucht. Es ist ein Hobby, das wir aber versuchen, es gut auszuführen. Man muss wach bleiben“. Inzwischen ist Axwell For Fun Z schon geboren, ein Sohn von Aganix du Seigneur Z. Warum Aganix? „Weil wir schon viele Nachkommen gesehen haben und er unserer Stute von Numero Uno mehr Galopp hinzufügen kann. Und ich will nicht prahlen, aber ich gebe Axwell eine 10 für sein athletisches Vermögen. Wir haben auch ein Fohlen von Comilfo Plus Z. Den Hengst wählten wir wegen seiner Bewegung. Das klappte auch, es ist ein keckes, starkes Fohlen. Wir hoffen noch weiter auf ein Fohlen von Cicero Z“.

Luc Deknudt „vd Windeweg“

Es könnte sein, dass Sie bei der Z-Tour Koen Vereecke mit Donna vd Windeweg Z (Diamant de Semilly) bei der Arbeit sahen. Es könnte auch sein, dass Sie da Luc Deknudt getroffen haben, den Züchter von „Van de Windeweg“. Er nähert sich langsam dem Rentenalter, ist aber noch als Zahnarzt aktiv. Von acht Uhr morgens bis acht Uhr abends, lacht er: „Was gleich erklärt, dass ich wenig Zeit für mein Hobby habe. Ich komme aus einer Bauernfamilie, aber ich habe erst mit 38 Jahren zum ersten Mal auf einem Pferd gesessen. Das dank meiner beiden Söhne, die in einer Reitschule das Reiten lernten. Das war vor etwa 25 Jahren. Sie haben mich mit dem Pferdevirus infiziert. Für einen meiner Söhne, Cederik, sind Pferde zum Beruf geworden. Mein erstes Fohlen wurde 2000 geboren. Vorher kaufte ich Pferde für meine Söhne, aber man kennt das: der Handel ist nicht immer gleich ehrlich. Daher beschloss ich, selbst zu züchten, im Schnitt zwei Fohlen im Jahr. Mein drittes Fohlen gewann das Freispringen beim Z-Festival. Ich halte das für die Fohlen und junge Pferde als lehrreich. Für mich ist das Z-Festival ein Wochenende Ferien. Hengstfohlen stelle ich der Jury vor mit dem Ziel, eine Auktionszulassung zu bekommen. Das gilt jetzt auch für Torino vd Windeweg Z, einen Sohn von Taloubet Z a. d. Tibora vd Windeweg (Thunder v Zuuthoeve). Ich entschied mich für Taloubet Z wegen seiner sportlichen Erfolge. Und weil ich das Galoubet-Blut schätze. Und wenn man sieht, was Taloubet Z als 18jähriger bei seinem Abschied noch leistete! Dann muss man hart sein. Ich habe auch ein Stutfohlen von Kannan, das man auch beim Z-Festival sehen wird, aber nicht zur Auktion bestimmt ist. Ich behalte es für die Zucht. Sie kommt aus der Mutter des Pferdes, mit dem Koen Vereecke jetzt international springt. In der Regel bilden meine Söhne die Pferde aus, und wenn sie sechs, sieben Jahre alt sind, werden sie meistens verkauft“, schließt Luc Deknuct aus Ieper.

Erste Fohlen von Tobago Z

Marie Stephanie Delheid arbeitet als Tierärztin bei den Stephex Stables. Sie kennt also alle Pferde, aber eines springt für Marie Stephanie heraus: Tobago Z! „Was kann ich über ihn sagen? Er hat alles. Sein athletisches Vermögen ist inzwischen genügend bekannt, aber auch im Umgang ist er ein feiner Hengst. Und ich habe seine ersten Nachkommen schon gesehen. Ich habe eine junge Stute von Cardento, die ich selbst reite. Ich bin ganz und gar kein Züchter, der Zufall hat uns zusammengebracht. Und das Vorrecht, dass ich Tobago Z im wahrsten Sinne des Wortes jeden Tag sehe. Das hat mich zu diesem Experiment angeregt. Es ist das erste Mal, dass ich ein Fohlen züchtete. Trinidad Z heißt es, und ich werde es in der Hoffnung beim Z-Festival vorstellen, dass es zur Auktion zugelassen wird“.

Die Fünf-Sterne-Fohlen von De Bosrand

Die Pferde „van den Bosrand“ sind bei den internationalen Topreitern sichtbar begehrt. Zu Anfang dieses Jahres schaffte sich Europameister Peder Fredricson den Cardento-Sohn Kirlo vd Bosrand an. Giljandro vd Bosrand (Orlando x Clinton) kennen wir noch daher, als er in Lanaken im Sires auf das Podium sprang. Und noch besser, seit er vor drei Jahren mit Henrik von Eckermann das World-Cup-Finale sprang und mit Rene Tebbel die Nationenpreise von Sopot und Odense gewann. Die Halbschwester von Giljandro wurde im vorigen Monat die stolze Mutter von Talice van den Bosrand, einem Sohn von Taloubet Z. Luc und Kathleen Huyghe Maenhout aus Maldegem sind die Züchter: „Wir ritten beide auf ländlichem Niveau und heirateten vor 30 Jahren. Gleichzeitig verschob sich das Reiten in den Hintergrund. Wir kauften bei Hubert Hamerlinck eine Stute, zunächst für den Sport. Aber wir sind Amateure und die Stute war so heiß, dass sie für uns zu schwierig war. Wir beschlossen deshalb, mit ihr zu züchten, denn Qualität hatte sie. So ist die Zucht entstanden. Im vorigen Jahr sind wir zum ersten Mal zum Z-Festival gegangen. Einerseits waren wir mit dem Ergebnis zufrieden, denn wir landeten knapp außerhalb der Finalisten, was für das erste Mal nicht schlecht ist. Andererseits gab es auch eine Enttäuschung, weil unser Fohlen nicht zur Auktion zugelassen wurde. Das haben wir aber später durch die Breeders Auction aufgefangen. Wir sind Landwirte und haben Platz für unsere Fohlen, aber man kann sie nicht alle behalten“, erzählt Kathleen. „Mein Mann würde sie alle behalten, ich will aus den Kosten herauskommen. Na, ja, das Bezahlen ist mein Aufgabenpaket, mein Mann weiß nicht, was alles kostet (lacht). Wir sind schon lange genug dabei, um zu wissen, dass nicht jedes Fohlen eine Erfolgsgeschichte wird. Ich höre Züchter gern über all ihre Erfolge erzählen, die Realität ist aber oft anders. Es sind nicht alles Kracher, die geboren werden“. Die Fohlen van den Bosrand werden nicht definitiv als Fohlen verkauft: „Wir haben zwischen sechs und sieben Fohlen im Jahr. Wir versuchen, einige zu verkaufen, die anderen wachsen bei uns auf und gehen dann zu Kurt De Clercq. Es muss eine Win-win-Situation sein. Wenn er an sie glaubt, beginnt er mit ihrer Ausbildung, um sie nach einigen Jahren zu verkaufen. In diesem Jahr haben wir aus der Halbschwester von Giljandro ein Fohlen von Taloubet Z, weil ich schon länger ganz begeistert von dem Hengst bin. Weiter ist da ein Fohlen von Columbus Z, wegen seines aparten Springvermögens, und ein Brunetti Z, ein hochbeiniger Hengst mit viel Sportqualitäten. Unser Ziel ist, dass wir mit einigen Fohlen mit der Intention zum Z-Festival kommen, sie auf einer Z-Auktion anzubieten“.

Van Vreckom & Cordon, Zucht mit Fünf-Sterne-Stuten

Evelyne Van Vreckhom und Pilar Cordon sind beste Kumpel, die ihre Kräfte in der Zucht vereint haben. Evelyne kennen wir vor allem als Aufzüchterin junger Pferde, Pilar als Reiterin auf dem hohen Niveau, sprich: Olympische Spiele wie in Rio 2016. Pensionsberechtigte Stuten, die auf dem höchsten Niveau erfolgreich waren, dienen jetzt ihrer Zucht. Eine der Stuten ist Coriana van Klapscheut (Darco x Heartbreaker) aus der Zucht der Familie Van Rossem aus dem Pajottenland. Coriana sprang international mit Eric Lamaze und Pilar Cordon und brachte 2010 Koriano (Lord Z), der vor zwei Jahren Weltmeister auf Zangersheide wurde. Die gleiche Kombination, also die Vollschwester des Weltmeisters, wurde jetzt auch geboren und getauft als Loriana Phylira VV Z.

Evelyne und Pilar züchten mit noch weiteren ansprechenden Stuten wie Goriana van Klapscheut, einer Tochter von Coriana mit Vigo d’Arsouilles als Vater. Und dann ist da noch Gribouille de Lys, die die Olympischen Spiele von Rio sprang. „Wir haben in den letzten Jahren viel in unsere Zucht investiert. Wir wenden viel ICSI an und erwarten unter anderem Fohlen von Heartbreaker und Chacco Blue. Das kostet alles viel Geld, und wir hoffen jetzt, dass wir erst einmal mit dem Verkauf von Fohlen ein bisschen zurückverdienen. Aber wir bilden auch Fohlen aus, das ist letztlich unser Kerngeschäft. Ich bilde sie aus, bis sie sechs, sieben Jahre alt sind, und dann übernimmt sie Pilar. Dabei ist es unser Ziel, dass unsere eigenen Zuchtprodukte den höchsten Sport erreichen“.

Brunetti Z verbessert den Galopp

Im west-flämischen Houthulst hat Brunetti Z einen Sohn, Bacardi vh Vrijbos Z. „Weil wir in der Vrijbosstraat wohnen, die an den Vrijbos, einem Wäldchen, grenzt“, beginnt Geert Vandewaetere. „Und der hat eine kriminelle Geschichte. Der Vrijbos war Ende des 18. Jahrhunderts die Ausfallbasis der Bande von Baekelandt“. Zum Glück sind wir ein paar Jahrhunderte weiter und Bacardi grast in aller Sicherheit am Rand des Vrijbos. „Ich bin 57 Jahre alt und reite schon seit meinem 14. Lebensjahr bei der Ländlichen Reitervereinigung. Ich habe jetzt noch einen braven Sechsjährigen, mit dem ich meine Zeit verbringe. Bacardi wird für meinen Sohn sein“, lächelt Geert. „Ich bin Chauffeur von Beruf, zuhause dreht sich alles um die Pferde. Wir züchten für den eigenen Bedarf, und das nicht einmal in jedem Jahr. Die Mutter Finesse de Cerise (Kashmir vh Schuttershof x Randel Z) gehört eigentlich meiner Schwiegertochter. Vor drei Jahren zogen sie daraus einen Jaguar van Paemel. Nun wurde ein Brunetti-Fohlen geboren. Ein bisschen zufällig. Mein Sohn und meine Schwiegertochter sind am Umbauen und haben deswegen wenig Zeit für die Pferde, die jetzt alle bei mir stehen. Ziehe ein Fohlen daraus, rieten sie mir, als Kompensation für die Unterbringung. So wurde Bacardi geboren. Sie entschieden sich für Brunetti wegen seines Vermögens und seines auffallend kräftigen Galopps“. An einen Verkauf denkt Geert nicht: „Ich bin ein schlechter Verkäufer. Wir züchten echt für den eigenen Bedarf“. Ob er Bacardi einmal reiten wird? „Ich denke nicht, er wird für meinen Sohn sein. Ich werde 60 Jahre alt sein, wenn er angeritten wird. Lasst es uns nur bei meinem neuen sechsjährigen Pferdchen bleiben“, lacht Geert.

Die Brigade von DH: nur noch 25 Fohlen

Wer kennt Jos Ceulemans nicht? Den schillerndsten Supporter des Pferdesports. Und Züchter von DH oder Dwerse Hagen, wo Pferde zwischen Dutzenden Hektaren von Treibhaus-Salaten grasen. Es gab eine Zeit, in der Jos Dutzende Fohlen züchtete. „Die Zahl wurde drastisch vermindert“, berichtet Jef Goossens, der bei DH für die Fohlen und die Aufzucht verantwortlich ist. „Heute werden nur noch 25 bis 30 Fohlen geboren. Aber es werden auf diversen Auktionen noch Fohlen angekauft, so dass wir jährlich doch nahe an 50 Fohlen kommen“, lächelt Jef. DH hat einige gute Stuten, so auch Withney DH, mit der Schwiegersohn Patrik Spits zur nationalen Mannschaft gehört. Inzwischen übernimmt Thibeau Spits mehr und mehr die Fackel des Reiters. Thibeau wurde im vorigen Jahr mit dem belgischen Juniorenteam Europameister. Er gewann auch seine ersten internationalen GPs mit Bellissimo Z (Bamako de Muze x Chin Chin), und sie brachte ein Fohlen von Taloubet Z. „Ti Amo Domi DH Z ist ein im Februar geborenes Fuchsstutfohlen. Wir entschieden uns für Taloubet Z wegen seiner Schnelligkeit und der Wettkampfeinstellung, die er im Ring hatte. Auch Bellissimo Z ist eine besonders wettkampfstarke Stute, und das möchten wir gern verankern. Das Fohlen selbst bewegt sich sehr gut und locker, zeigt viel Blut, ist außerordentlich neugierig und kann die Richtung auf einer Briefmarke ändern. Das sieht alles sehr gut aus. Manchmal denken wir lange über eine Anpaarung nach, manchmal improviseren wir in dem Moment, in dem die Stute rossig ist“, erzählt Jef Goossens. „Wir gehen immer von der Stute aus und suchen dann einen passenden Hengst. Wir sind in erster Linie ein Sportstall, in dem Pferde ausgebildet werden. In dem Zusammenhang ist es nicht schwer, bei Taloubet Z zu landen. Fohlen werden nicht verkauft, es sei denn, Käufer oder Auktionsveranstalter kommen, um direkt danach zu fragen. Aber das beschränkt sich auf zwei, drei Fohlen im Jahr“.

Hundertfünfzig Polopferde und ein Levisto Z-Fohlen

Der deutsche Ort Mühlen ist dank der Familie Schockemöhle sehr bekannt. Auch Vanessa Schockemöhle, die Tochter von Alwin, wohnt hier. „Ich entschied mich für Levisto Z, weil ich ihn sehr ansprechend finde. Er hat mit Judy Ann so gut wie alles gewonnen und bewies das eine um das andere Mal seine Qualitäten. Die Mutter von Levistina Z ist eine Tochter von Calvados Z x Cassini II. Sie heißt Cassise VS und wurde auch von mir gezogen. Cassise ist auch eine Halbschwester von Balthargo (v. Baltimore 62), der unter dem Sattel von Maxime Harmegnies bis 1,35 m sprang, und vom OS-gekörten Hengst Balousino (v. Balou du Rouet). Außer dieser Stute habe ich noch drei andere Springstuten, mit denen ich züchte, aber vornehmlich beschäftige ich mich mit Polopferden“, erklärt Vanessa. „Ich habe immer einige Springpferde gezogen, weil das in der Familie liegt, aber in der Regel habe ich hier das ganze Jahr hindurch zwischen 120 und 150 Polopferde stehen. Das bedeutet auch, dass wir das größte Pologestüt in Europa sind. Wir haben sechs Deckhengste und versenden Sperma im In- und Ausland. Außerdem bilden wir auch Pferde aus und treiben natürlich Handel. Springpferde sind also mehr ein Hobby, obwohl ich früher selbst auch Springen geritten habe. Aber als ich den Polosport entdeckte, habe ich mein Herz daran verloren (lacht). Aber ich entscheide mich noch regelmäßig für Zangersheide. Es ist wirklich ein sportliches Stammbuch, bei dem die Hengste auch immer im Sport zu sehen sind. Das halte ich für einen großen Mehrwert für die Zucht. Außerdem achten sie dort auch deutlich auf die Mutterlinien und sorgen für einen guten Absatzmarkt für die Fohlen. Das sorgt für ein interessantes Gesamtpaket! Ich bin sehr zufrieden mit diesem prächtigen, hochbeinigen und großen Stutfohlen, aber für den richtigen Preis ist alles zu verkaufen“, schließt Vanessa lachend.

Hulapalu Z & Cyttrus Z

In den Ställen von Frieder Dietterle können Sie schon zwei Zangersheide-Fohlen finden. Das erste Hengstfohlen hört auf den Namen Hulapalu Z und ist ein Sohn von Heartbeat Z. Das Zweite, Cyttrus Z, ist ein Sohn von Cornado II Z. „Wir nahmen Heartbeat Z, weil wir auf der Suche nach einem Hengst waren, der nicht nur gut springen kann, sondern auch einen guten Charakter hat. Wir haben dann beim Stammbuch um Rat gefragt, und nach einigem Überlegen riet man uns, Heartbeat einzusetzen. Seine Mutter Basita ist eine Tochter von Coriano Z und selbst sehr talentiert. Sie hat viel Blut und vererbt echt ihr Talent. Die Großmutter des Fohlens, Casita 4, stand auch schon bei uns im Stall und ging im Sport bis auf 1,45-m-Niveau. Für mich war sie, bestimmt auf nationalem und regionalem Niveau, eine außergewöhnliche Stute, aber sie ging leider an einer Kolik zu früh ein. Basita wiederum ging bis auf 1,35-m-Niveau im Sport“, sagt Frieder. „Auch mit unserem Cornado II-Fohlen sind wir sehr zufrieden. Es ist unglaublich schön und groß. Sehr hochbeinig und mit langen Linien, so sehe ich es gern! Es kommt aus einer Mutter von Spartacus TN x Nabab de Reve. Sie konnte auch sehr gut springen, aber konnte wegen eines Unfalls leider nicht in den Sport. Selma, so heißt die Spartacus-Tochter, ist außerdem eine Halbschwester von Cornelis II, einem Heartbreaker-Sohn, der auf 1,45-m-Niveau springt“. Jährlich werden bei der Familie Dietterle zwei bis drei Fohlen geboren, aber in diesem Jahr werden fünf Stuten gedeckt. Fünf Paarungen stehen bereits fest: Cornado II Z, Heartbeat Z, Solid Gold Z und Dominator Z. „Hoffentlich bekommen wir sie alle flott tragend!“ Frieder züchtete bis zum vorigen Jahr nur innerhalb des Holsteiner Verbandes, im vorigen Jahr machte er den Schritt nach Zangersheide, weil er etwas Moderneres wollte. Frieder hat 20 Pferde, aber es bleibt vor allem ein Hobby und eine Passion.

Champion des Z-Festivals liefert Cornet-Fohlen

Vor zwei Jahren kam Souleika Cretskens mit ihrem Zuchtprodukt Emerine Z (Emerald x Camus) zum Z-Festival, und zu ihrem großen Erstaunen wurde ihre Dreijährige wahrhaftig Champion des Freispringens. Cretskens reitet selbst freizeitmäßig und züchtet ein paar Fohlen im Jahr. Emerine Z lag nach ihrem Auftreten in Mechelen und Lanaken gut am Markt, aber seht: zwei Jahre später steht sie noch bei Souleika in Meldert. Mehr noch: sie brachte in diesem Jahr per ET sogar zwei Fohlen von Cornet Obolensky, die wir im Juli beim Z-Festival sehen werden. „Ein echter Glücksfall. Emerine wurde zum ersten Mal gespült, und alles verlief super gut. Und die Fohlen sehen gut aus. Wir zeigen sie gern beim Z-Festival, weil es einfach schön ist, daran teilzunehmen. Wir machten es mit Emerine Z als Dreijährige, und machen es jetzt mit ihren Fohlen. Ob wir uns für die Auktion bewerben, wissen wir noch nicht. Vor dem Z-Festival wird nichts verkauft. Ich möchte sehen, wie die Fohlen heranwachsen, und dann lassen wir es auf uns zukommen“, sagt Cretskens. Emerine Z wird jetzt von Viktor Daem ausgebildet, der Ställe bei Cretskens gepachtet hat: „Wenn andere Emerine so gut finden, ist sie mindestens auch so gut für uns“, lächelt Souleika. „Wir wollen ihr im Sport alle Chancen geben, und bei Viktor Daem ist sie in guten, professionellen Händen. Und ich sehe sie zuhause jeden Tag bei der Arbeit. Besser geht’s nicht“. Souleika sehen wir nicht nur im Juli auf Zangersheide. Vorgesehen ist auch, dass Emerine Z im September die WM Junge Pferde springt: „Darauf arbeiten wir jetzt hin“.

Das Sportblut von Elevage des Cedre Verts

In Frankreich wurde ein C Java Cedre Vert Z geboren, ein Mix aus bewährtem Sportblut. Der französischen Zucht ist es gelungen, Arizona vd Arenberg (Quidam de Revel x Codexco) anzuschaffen, als sie sechs Jahre alt war. Arizona kennen wir als die Mutter des Fünf-Sterne-GP-Pferdes Utamaro d’Ecaussines (Diamant de Semilly), das unter Joe Clee Karriere machte und im Dezember mit William Whitaker den World Cup von London gewann. Seit Anfang dieses Jahres bildet Utamaro mit Niels Bruynseels ein Paar. Utamaro hat auch eine Vollschwester, die achtjährige Bali des Cedres Verts, die mit Marlon Zanotelli international Karriere macht. Arizona hat zwei Nachkommen, die achtjährig und älter sind und die beide international springen. Ihr jüngster Ableger ist ein Stutfohlen von Cicero Z Van Paemel: „Eigentlich wollten wir im vergangenen Jahr ein Fohlen von Taloubet Z, aber er kam gerade aus dem Sport und es glückte noch nicht. Deswegen fiel unsere Wahl auf Cicero Z, mit C Java als Resultat. Wir züchten im kleinen Rahmen, ein bis zwei Fohlen im Jahr. Wir spülen unsere Stute einmal und lassen sie dann ihr anderes Fohlen austragen. So arbeiten wir. Fohlen verkaufen wir nicht. Wenn sie vierjährig sind, werden sie angeritten und es wird ruhig mit ihrer Ausbildung begonnen. Nach ein paar Jahren werden sie dann verkauft“.

Burhill Sporthorses: zweimal Cabrio Z, zweimal Mylord Carthago und einmal Don VHP Z

Samuel Hutton kennen wir als Reiter von Abdel Saïd. Kevin Witteveen arbeitete bei Jessica Mendoza und ging zum Stall Dunwalke von Alexandra Thornton, wo er das Stallmanagement leitet und die Pferde trainiert. Kevin und Samuel haben 2016 zusammen Burhill Sporthorses gegründet. Ein Stall, in dem sie nach ihren regulären Arbeitsstunden junge Pferde ausbilden. Zur Zeit haben sie zwölf in ihrer Obhut. Weil junge Pferde eine ziemliche Investition sind, beschlossen Kevin und Samuel, selbst zu züchten. Wer nicht wagt, wird nie gewinnen, und so investierten Kevin und Samuel in gute Mutterlinien, die sie an bewährte Sporthengste anpaaren, so an Asca Z, Aganix du Seigneur Z, Vagabond de la Pomme, Canturano. „Unsere ältesten Pferde sind zweijährig. Geplant ist, dass wir die meisten selbst ausbilden, aber man kann nicht jedes Fohlen behalten. Deswegen werden wir im Juli zum ersten Mal ein Fohlen beim Z-Festival vorstellen. Wir sind noch nie dort gewesen. Im vorigen Jahr wollten wir das auch schon, aber da war die Stute nicht fit und wir sind nicht gekommen. Das aber ist jetzt unser Plan. Auf jeden Fall mit einem Cabrio Z-Hengstfohlen aus unserer Stute von Vigo d’Arsouilles, Confidence BS Z. Eine andere Stute, For A Smile (Carnaval Drum), brachte schon eher Stutfohlen von Aganix du Seigneur Z (Amazing Smile BS Z) und Canturano II (Clever Smile BS Z). Das Glück wollte es, dass wir sie spülten und erst zwei Embryonen von Mylord Carthago bekamen, Mylady Smile BS Z und Magic Smile BS Z. Dann haben wir noch einen Embryo von Don VHP Z gespült, was jetzt in dem Fohlen Diamond Smile BS Z resultierte. In der Regel züchten wir drei Fohlen im Jahr, jetzt wurden es zufällig fünf, von denen sicher eins zum Z-Festival mit dem Ziel kommt, es zu verkaufen“.

Asca Z und Cabrio Z aus Großbritannien

Gerry und Danny Dune haben zusammen das Grovely Riding Centre, in dem junge Pferde ausgebildet werden. Daraus erwuchs das Interesse für die Zucht. Sie haben schon einige bekannte Pferde abgeliefert, so Darry Lou (Tangelo vd Zuuthoeve) von Beezie Madden, und auch einige Fohlen, darunter Torc Falls DB Z (Tangelo vd Zuuthoeve), der nach Russland ging, oder Big Time Z (Big Star x Cassini), der an den Stall Eichenhain in Deutschland verkauft wurde, und Dalens DSH Z (Dominator Z x Casall), der vom Mexikaner Ximena Milmo gekauft wurde. In ihrer Zucht haben sie nur gute Stuten, so Negura MS Z (Nabab de Reve), die ein Fohlen von Cabrio Z hat. Die Schwester des Internationalen Portofino von Michael Whitaker brachte Vegas Z (Vagabond de la Pomme), und sie ist die stolze Mutter eines Fohlens von Asca Z (Azalea DC Z). Außer dem Blut von Portofino haben sie im Grovely Riding Centre auch das Blut von Fragance de Chalus (über ihre Enkelin) in ihrem Besitz. Des weiteren sind da noch Mütter von For Pleasure (Beaukilly) und Diamant de Semilly (Fancy), mit denen gezüchtet wird. „Cabrio Z setzten wir auf unsere große Nabab de Reve-Stute ein. Das Fohlen wurde im Februar geboren (Cabrera DSH Z). Die gleiche Stute ist jetzt von Tobago Z tragend. Ich habe in diesem Jahr acht Fohlen, die alle bei Z eingetragen werden. Azalea DC Z werden wir behalten, denn ihre Mutter geht jetzt in den Sport. Das Fohlen von Cabrio Z wollen wir gern über die Z-Auktion verkaufen“.

Fred van Straaten, schon einige Generationen Sportzucht

Die Familie Van Straaten aus Den Ham züchtet schon Jahrzehnte Springpferde. Handel II von Michael Whitaker ist ein Beispiel dafür. Kürzlich gewann Jeroen Dubbeldam mit Roelofsen Horse Trucks Eldorado (Diarado) Bronze bei der nationalen Meisterschaft, und das Pferd wurde auch von Fred van Straaten gezogen. Die Zuchtgeschichte der Familie van Straaten geht in die 60er Jahre zurück, als die Gelderländer Stute Isabelle erworben wurde, die das Fundament für ihre Zucht legte. Aus ihrer Nachzucht kommen der gekörte Hengst Fair Play und die international springenden Pferde Exodus und Hurricane. Jährlich werden 15 Fohlen geboren. Die Hengste werden verkauft, die Stuten werden als Zweieinhalbjährige streng untersucht. Danach bekommen sie zwei Fohlen und gehen dann in den Sport. „An Fohlenschauen nehme ich nicht teil, schließlich dreht es sich um den Sport. Das ist der einzige Wertmaßstab für unsere Zucht, und darin sind wir streng. Wir haben eine lange Tradition mit Zangersheide, die auf Herrn Melchior zurückgeht. Und wir hatten immer einen guten Kontakt zu Alex Korompis. So haben wir in unserer Zucht viele Z-Hengste eingesetzt. Das ist jetzt mit Kazan Z (Baloubet du Rouet x Heartbreaker) nicht anders gewesen. Ich sah ihn und war total hin und weg. Er ist meiner Meinung nach der schönste Sohn von Baloubet, den ich je gesehen habe. Es ist ein Hengstfohlen und sehr kommerziell gezogen. Er ist Ende April a. d. Gentle Belle (Corland x Carolus) geboren und soll verkauft werden“.

Zangersheide in Polen

Joanna Banas ist die polnische Verbindung zu Zangersheide, denn auch in Polen wird Z gezüchtet. So im Osadkowski Riding Club, wo jährlich drei bis vier Fohlen geboren werden. Auch hier werden Mütter eingesetzt, die sich im Sport bewiesen haben. Eine ist C.Silesia Z (Chellsini Z), die in diesem Jahr auch in den Sport geht. Denn Sport haben sie groß auf ihre Fahne geschrieben. Deswegen haben sie sich auch für Zangersheide entschieden, wo in erster Linie Sporthengste angeboten werden. Eine andere Stute, Aida HL (Pink Floyd HL x Alexis Z), brachte in diesem Jahr das Fohlen Great George Z. Ein Fohlen von George Z , der gewählt wurde, weil man der Zucht gern das Blut von Usha van ’t Roosakker zufügen wollte. Zur Zeit ist Aida HL tragend von Aganix du Seigneur Z. Aida, die auch im Sport gegangen ist, brachte schon einen Nachkommen, Amulette, der als Youngster Champion der Sechsjährigen in Norwegen wurde.

Aleksandra Furgo hat eine kleine, familiäre Zucht mit zwei Stuten. Zur Zeit laufen dort zwei Jährlinge, davon einer von Dominator Z, Dominick Z. Die Mutter von Dominick Z wurde im vorigen Jahr von Columbus Z gedeckt, das Ergebnis war das Hengstfohlen Cedrick Z. Die Wahl fiel auf Columbus Z, weil er neben einer perfekten Abstammung auch über eine herausragende Technik und Dynamik beim Springen verfügt, so Aleksandra. Sie war so von Columbus Z und Cedrick Z begeistert, dass sie in diesem Jahr die gleiche Anpaarung wiederholte. Aleksandra Furgo lernte Zangersheide durch Dominator Z kennen und ist eindeutig auf den Geschmack gekommen.

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