Angeboren oder erlernt: Was bestimmt die Zukunft eines Fohlens?

Mit unserem Zucht- und Managementkonzept können wir versuchen, den Aspekt  ‚angeboren oder erlernt‘ zu optimieren, aber es gibt viele Faktoren, auf die wir keinen Einfluss haben und die doch mitbestimmend sind für das Verhalten eines Fohlens.

Welche Faktoren, - von Genetik und Umgebung bis zum Kontakt zu anderen Pferden -, beeinflussen das Temperament und die Eigenschaften von Fohlen vom Moment der Geburt an?

Welch ein Schatz, das prächtige neugeborene Fohlen! Und es ähnelt genau seiner talentierten Vollschwester – dieselbe Fellfarbe, dieselben großen sanften Augen und neugierigen Ohren. Es wird genau wie sie, wenn es erwachsen ist: beherzt, interessiert, und folgsam … ja wirklich? Nun, vielleicht auch nicht.

Wissenschaftler haben entdeckt, dass die Gene tatsächlich für viele Persönlichkeitsmerkmale bestimmend sind. Aber selbst Vollbrüder und Vollschwestern haben nicht genau identische Gene. Und was noch wichtiger ist, die Welt, in der sich das eine Fohlen befindet, kann sich vollkommen von der eines anderen Fohlens unterscheiden. Die Umgebung, zusammen mit gemachten Erfahrungen und Beziehungen in diesen unterschiedlichen Welten, können wesentlichen Einfluss auf das Verhalten eines jungen Pferdes haben, und das Tier zum Guten oder Schlechten für sein Leben prägen. Was also beeinflusst das Verhalten eines Fohlens und ist prägend für seine eigene, einzigartige Persönlichkeit? Lassen Sie uns schauen, was die Wissenschaft dazu sagt.

Genetik

Persönlichkeit ist in den Genen verankert, darüber besteht kein Zweifel. Wissenschaftler haben kürzlich bestätigt, dass wenigstens zwei Aspekte der Persönlichkeit von Pferden über die Gene weitergegeben werden: Angst und sensorische Empfindlichkeit ( Tastsinn ), sagt Dr. Lea Lansade vom Nationalen Institut für landwirtschaftliche Forschung, Abteilung Verhaltensforschung, in Tours, Frankreich.

„Wir wissen schon seit einigen Jahren, dass Angst genetisch bestimmt wird, und unsere neuesten Untersuchungen zeigen an, dass dies auch für die sensorische Empfindlichkeit gilt“, sagt sie.

Japanischen Wissenschaftlern zufolge trifft das auch auf die Neugier und die Wachsamkeit zu, beides vielleicht Facetten, die in Beziehung zur Angst stehen. Sie haben festgestellt, dass ein einziger Nukleotid-Polymorphismus (eine Variation einer DNA-Sequenz) auf dem Pferde-Genom, nämlich auf einem Dopamin-Rezeptor genannt DRD4, offensichtlich von Einfluss auf diese beiden Merkmale ist.

Dopamin ist ein natürlicher chemischer Stoff im Nervensystem und er spielt eine wichtige Rolle beim Sozialverhalten von Pferden und ihrer Persönlichkeitsentwicklung, sagt Dr. Yusuke Hori, Forscher in der Abteilung Psychologie an der Kyoto University in Kyoto. Sein Team hat festgestellt, dass DRD4-Rezeptoren mit konsistenten und fundamentalen Unterschieden zwischen Pferderassen in Verbindung gebracht werden, was suggeriert, dass Pferde Persönlichkeitsmerkmale erben, die mit Dopamin in Verbindung stehen.     

Studien am Graf Lehndorff-Institut für Pferdewissenschaft in Neustadt, Deutschland, in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Nationalgestüt in Avenches haben bestätigt, dass die Persönlichkeit eine erbliche Frage ist. Ein Team hat 50 Fohlen aus Embryotransfers mit ihren Leihmüttern (die sie geboren haben) und mit ihren Blutsverwandten verglichen. „Das Ergebnis zeigt, dass allgemein gesehen die Produkte des Embryotransfers viel mehr ihren genetischen Eltern als ihren Leihmüttern ähneln“, erzählt Dr. Christine Aurich, Leiterin des Instituts.

Darüber hinaus kommt die Tatsache zum Tragen, dass verschiedene Kombinationen von Vater- und Muttertieren für erhebliche genetische Unterschiede zwischen Halbbrüdern und Halbschwestern sorgen können. Vollbrüder und - schwestern bekommen von jedem Elternteil unterschiedliche Gene mit, und diese Gene können abhängig von Umgebungsfaktoren ‚aktiviert‘ werden oder auch nicht. Und das beginnt schon in der Gebärmutter, sagt Dr. Robin Foster, zertifizierte Verhaltenstherapeutin für Tiere und zertifizierte Verhaltensspezialistin für Pferde, wohnhaft in Seattle, Washington. „Die Tatsache, dass das Gen anwesend ist, bedeutet nicht automatisch, dass es auch aktiviert wird“, sagt sie.

‚Die Produkte aus Embryotransfer ähneln vom Verhalten her viel mehr ihren genetischen Eltern als ihren Leihmüttern‘

Leittier

Untersuchungen zeigen, dass das Lebensalter einer der wichtigsten Faktoren ist, die bestimmend sind für die dominante Position eines frisch abgesetzten jungen (Haus-)Tieres, sagt Dr. Martina Komárková vom Institut für Tierwissenschaften, Abteilung für Ethologie in Prag-Uhríneves, Tschechoslowakei. Und obwohl Dominanz für sich gesehen keine Charaktereigenschaft ist, öffnet sie doch häufig Türen für Eigenschaften wie Unerschrockenheit und Selbstsicherheit.

Forscher haben entdeckt, dass im Herdenverband die älteren Fohlen oft dominanter sind – und diese Hierarchie hält sich lange. 

Sie berichtet, dass ein paar Monate Altersunterschied für Fohlen, die sich in einer starken Wachstumsphase befinden, sehr bedeutsam sind. Die älteren Fohlen in der Herde sind  größer und stärker und können Konflikte meist für sich entscheiden. Außerdem haben sie auch mehr Zeit gehabt, aus ihren Erfahrungen zu lernen und ihre soziale Stellung in der Herde zu verbessern. 

Sie fügt hinzu, dass dies langwährende Unterschiede sind. Die Pferde aus ihrer Untersuchungsgruppe zeigten im Alter von drei Jahren eine soziale Rangordnung, die sich  abhängig vom Alter zeigte.

Foster berichtet, dass unterschiedliche Geschlechter beim Verhalten eines Pferdes oder Fohlens auch eine Rolle spielen. „Das sieht so aus, dass sich Hengstfohlen und Stutfohlen unterscheiden im Maß der Aktivität, der Art des Spielens und der Zeit, die dafür aufgebracht wird (wie sie ihren Tag im Einzelnen verbringen).“

Es kann uns manchmal überraschen, wie Geschlechtsunterschiede das Temperament beeinflussen. „Wir haben unser Bild von Stereotypen, die auf dem Geschlecht basieren und projizieren sie dann auf das Fohlen. Aber unsere Beobachtungen zeigen, dass diese Effekte, den Charakter betreffend, tatsächlich weniger stark als gedacht sind“, erzählt uns Foster.

Man ist, was man isst

Was und wie ein Fohlen frisst, macht auch etwas aus. Obwohl es noch wenig Untersuchungen darüber gibt, vermuten Wissenschaftler, dass ein Zusammenhang zwischen Fütterung und Persönlichkeitsentwicklung besteht. „Wir wissen, dass Omega-3 Fettsäuren und Tryptophan-Aminosäure Effekte auf Emotionen und Lernprozesse haben können, aber es ist noch zu früh, um diese Effekte in eine Übersicht zu bringen“, so Lansade. „Was wir zu diesem Zeitpunkt schon sagen können, ist, dass es wahrscheinlich einen Zusammenhang gibt, und dass durch Unterschiede in der Fütterung bei blutsverwandten Fohlen Unterschiede in Charaktermerkmalen entstehen.“

Die Jahreszeit, in der die Geburten stattfinden, und Jahre mit ‚gutem‘ Gras können ebenfalls indirekte Fütterungseffekte auf den Charakter hervorrufen, fügt Foster hinzu. „Wenn Sie ein frühes Fohlen haben, das schon eher selbständig grast, wie ein Frühjahrs- oder Sommerfohlen, als ein Fohlen, das für längere Zeit von der Muttermilch abhängig ist, dann bekommen Sie wahrscheinlich ein unabhängigeres Fohlen, das auch schon zu einem früheren Zeitpunkt abgesetzt werden kann“, erzählt sie.    

Wie die Stute, so das Fohlen

Ist es wahrscheinlich, dass Fohlen das Verhalten der Mutter übernehmen? Forscher haben dargelegt, dass das Fohlen in der Tat auch einige Eigenschaften von der Mutter übernehmen wird, wie beispielsweise den Grad der Aktivität, erzählt Aurich. Bei ihren Untersuchungen an Embryotransfer-Fohlen wurde ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Maß der Aktivität der Transferfohlen und ihrer Leihmütter festgestellt. Je aktiver die Leihmutter, desto aktiver das Fohlen, sagt sie.

Das Fohlen wird auch sicherlich die Einstellung seiner Mutter (oder Leihmutter) dem Menschen gegenüber nachahmen, berichtet Dr. Séverine Henry, Dozentin für Verhalten von Tieren an der Universität von Rennes, Frankreich. Insbesondere Stuten, die kurz nach der Geburt aggressiv dem Menschen gegenüber sind, werden diese Aggression Richtung Mensch wahrscheinlich weitergeben, und diese Effekte können lange anhalten. (Sie fügt hinzu, dass es wahrscheinlich besser ist, derartige Stuten so viel wie möglich allein zu lassen, bis die Aggression direkt nach dem Gebären sich wieder vermindert hat.)

Die vorhandenen genetischen Unterschiede in der Persönlichkeit können auch die Dynamik zwischen Stute und Fohlen beeinflussen, was der weiteren Persönlichkeitsentwicklung entgegenkommt, so Foster. Bei manchen Stuten und Fohlen klickt es von Anfang an, und bei anderen einfach nicht. Wenn dieser Klick da ist, wird auch ein besserer Kontakt entstehen, aber wenn das nicht der Fall ist, kann die Beziehung konfliktreich sein oder sogar zu einer unsicheren Stute/Fohlen-Bindung führen, was wiederum von Einfluss auf das zukünftige Sozialverhalten des Fohlens ist. Die Art und Weise, wie sich also die erste Mutter/Kind-Beziehung entwickelt, kann bestimmend für die Prägung des Fohlens als Individuum sein.  Was auch zur Stuten/Fohlen-Beziehung beiträgt, ist die Stellung der Stute in der Herde, berichtet Foster. „Stuten, die in der Rangordnung niedriger stehen, werden öfter gestört (bei praktisch allem, aber vor allem beim Fressen) durch in der Hierarchie höher stehende Stuten, wodurch beispielsweise ein Unterschied in der Zeit und vor allem Frequenz des Säugens entsteht“, sagt sie. In Herden von Zuchtstuten, in denen sich im Laufe der Jahre in der Zusammenstellung wenig ändert, wird diese Stuten/Fohlen-Beziehung bei aufeinander folgenden Fohlen konstanter sein, aber wenn die Dynamik in der Herde sich ändert, kann dieses Stuten/Fohlen-Band sich jährlich auch schon mal unterscheiden. 

Pferd-Pferd Beziehungen

Sogar in einer relativ stabilen Herde werden Dynamik und Zusammenstellung regelmäßig dadurch auf den Kopf gestellt, dass ältere Fohlen weggehen und jüngere hinzukommen. Vielleicht kommen auch junge Stuten hinzu und vielleicht ein oder zwei Wallache, die mit in Pension dürfen. Die verschiedenen Fohlen bekommen es also von Jahr zu Jahr mit anderen Pferden zu tun, wodurch neue Beziehungen und andere Interaktionen entstehen.

„Verglichen mit älteren Brüdern und Schwestern kann jedes Fohlen ein vollkommen anderes Netzwerk mit den dazugehörigen sozialen Erfahrungen haben“, erklärt Foster. „Das mikrosoziale Netzwerk hat einen wichtigen und lang anhaltenden Effekt auf den hierarchischen Status und die Persönlichkeit des Fohlens.“

Die Pferd/Mensch-Beziehung

„Es wird durch Studien bestätigt, dass die Weise, wie wir mit unseren jungen Fohlen umgehen, von wesentlicher Bedeutung für ihre Entwicklung als Individuum ist.“

Unser Vorhaben ist natürlich, jedes Fohlen auf die gleiche Weise zu behandeln, aber in Wirklichkeit verändern wir uns auch von Jahr zu Jahr. Wir lesen und lernen neue Dinge, versuchen es mal auf eine andere Weise, und unsere verfügbare Zeit, oder sogar unsere körperlichen Möglichkeiten im Umgang mit dem jungen Volk verändern sich einmal. Auch den Aspekt der persönlichen Vorliebe müssen wir mit abwägen – genau wie bei Stuten haben manche Fohlen einen besseren Klick mit bestimmten Menschen als andere. Wenn wir von Anfang an mit einem bestimmten Fohlen besser oder eben schlechter auskommen können, wird das sicherlich Einfluss auf die Interaktion mit diesem Fohlen haben, was natürlich die Beziehung beeinflusst und letztendlich auch das Verhalten des Fohlens beeinflussen wird, erzählt Foster.

Wie wir erfahren haben, hat das Verhältnis der Stute zum Menschen eine Vorbildfunktion für die Fohlen, und die werden sie nachahmen, so Henry. „Kein gutes Verhältnis zur Stute ist für den Menschen also deutlich ein Hindernis, einen guten Kontakt zu ihrem Fohlen zu bekommen“, sagt sie.

Aber abgesehen vom Temperament der Stute avisiert sie während der ersten Tage nach der Geburt vor allem, vom Fohlen selbst wegzubleiben. Henrys Studien an ‚imprinted‘ Fohlen – Fohlen, die unmittelbar nach der Geburt intensiven Kontakt mit dem Menschen gehabt haben – haben gezeigt, dass diese Fohlen im Alter von sechs Monaten weniger soziale Kontakte mit anderen Fohlen zeigten und weniger Neigung hatten, ihre Umgebung zu untersuchen, oder sich etwas weiter von ihren Müttern zu entfernen, als diejenigen, die kein Imprinting durchlebt hatten. Dieser Mangel an Kontakt ergab kein Problem bei Fohlen, die Zeuge des freundlichen Umgangs zwischen Menschen und ihrer Mutter hatten – sie waren eher geneigt, dem Menschen zu vertrauen als die Fohlen, die das nicht mitgemacht hatten.

„Ein guter Kontakt zur Mutter scheint die beste Weise, das Vertrauen beim Fohlen zu wecken“, so Henry. „Um einen positiven Pferd/Mensch-Kontakt herzustellen, ist es offensichtlich keine gute Idee, sich in den natürlichen Ablauf nach der Geburt oder die frühe Stuten/Fohlen-Beziehung einzumischen.“   

„Ein Fohlen, das in einer Umgebung mit viel Stress aufwächst, kann ängstlich werden, selbst wenn es ihm genetisch nicht vorbestimmt ist, ängstlich zu sein.“

Die Umgebung

Welche Art des Lebens und welches häusliche Umfeld bekommen unsere Fohlen? Selbst wenn man nur kleine Veränderungen im Stallmanagement vorgenommen hat, wird man sie in der darauffolgenden Saison im Verhalten seiner Fohlen wiederfinden.

„Ein Fohlen, das in einer Umgebung mit viel Stress aufwächst, kann ängstlich werden, selbst wenn es ihm genetisch nicht vorbestimmt ist, ängstlich zu sein“, sagt Lansade. „Und das Entgegengesetzte geschieht auch.“

„Immerhin kann man genetisch festgelegte Merkmale mit einem Metallstab vergleichen“, räsoniert sie. „Sie sind recht kräftig verankert, aber aufgrund von Erfahrung oder durch Umgebungsbedingungen kann man sie an der Kante doch umbiegen.“ 

Lansades Team hat kürzlich eine Studie durchgeführt, bei der ältere Fohlen in einer ‚bereicherten‘ und einer ‚Standard‘-Situation gehalten wurden. In der Standardsituation (Kontrollgruppe) blieben 10 Monate alte Fohlen im Stall und erhielten drei Mal täglich Heu und/oder Getreide, und drei Mal pro Woche durften sie nach draußen in individuelle Paddocks. In der bereicherten Situation verbrachten die Fohlen die meiste Zeit zusammen auf der Weide, sie erhielten unterschiedliches Futter – verschiedene Sorten Heu und Getreide, aber auch Äpfel und Möhren – und jeden Tag wurden sie verschiedenen Arten von ‚erregenden‘ Objekten, Gerüchen und Musik ausgesetzt. Nach 12 Wochen zeigten sich die Fohlen in der ‚bereicherten‘ Situation deutlich weniger emotional und stressanfällig, so  Lansade. Die Fohlen aus der Kontrollgruppe hingegen waren ‚hypersensibel‘. Darüber hinaus zeigte sich, dass die Fohlen aus der bereicherten Gruppe einfacher im Umgang waren und schneller lernten als die aus der Kontrollgruppe, fügt sie hinzu.  

Die kleinen Geschehnisse des Lebens

Es macht nichts aus, was wir tun, oder wie viel Aufmerksamkeit wir den kleinsten Details widmen, sodass unsere Fohlen die bestmögliche Persönlichkeit entwickeln können, oder in die Fußstapfen ihrer großen Schwester, des super Stutfohlens vom letzten Jahr, treten. Es sind gerade die ‚kleinen Geschehnisse des Lebens‘, sagt Lansade, die bestimmen, welche Erfahrungen das Fohlen macht, und die daher bestimmend für die Entwicklung des Fohlens zum erwachsenen Tier sind.

Ein Unfall auf dem Paddock, traumatische Wetterbedingungen, eine kurzzeitige Interaktion mit einer bedrohlichen Partei (Mensch oder Tier), eine Krankheit, oder sogar auffällig positive Geschehnisse wie eine Rangelei im Schnee im späten Frühjahr, oder ein Bauer, der etwas Leckeres vorbeibringt – all diese ungeplanten Lebenserfahrungen tragen zur Verhaltensentwicklung des Fohlens bei.    

„Manche Dinge passieren nun einmal, und das ist ein Teil des Lebens“, sagt Lansade. „Fohlen sollen auf besondere Geschehnisse, die in ihrem Leben stattfinden, reagieren, und das stellt einen Teil ihrer Entwicklung dar.“

Die Botschaft

Pferde sind Individuen, keine Roboter, und genau wie Kinder sollen sie ihre eigene einzigartige Persönlichkeit entwickeln. Mit unserem Zucht- und Managementkonzept  können wir versuchen, den Aspekt ‚angeboren oder erlernt‘ zu optimieren, aber es wird immer Faktoren geben, auf die wir keinen Einfluss haben, die aber doch das Verhalten eines Fohlens mitbestimmen. Indem wir den Fohlen eine Umgebung voller sozialer Erfahrungen bieten, wobei sie Gelegenheit haben, aus positiven und auch etwas negativen Erlebnissen zu lernen, schaffen wir eine Situation, in der sie sich zu guten Gefährten entwickeln können, unabhängig von ihrer genetischen Veranlagung.


 
Text: Christa Lesté-Lasserre

(Original in The Horse gedruckt: Ihr Wegweiser zu Equine Health Care)

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