Cascol Z

Mit Solid Gold Z hatten wir vom Gestüt Zangersheide vor zwei Jahren schon einen Weltmeister der siebenjährigen Pferde. Anfang September kam im Sentower Park in Opglabbeek dank des Sieges von Cascol Z unter dem Sattel von Dayro Arroyave auch ein Belgischer Titel hinzu.

Die Geschichte von Cascol Z beginnt in den Niederlanden bei Züchter Piet Janssen. Sein berühmter „Colle"-Stamm brachte schon viele gute Sportpferde. So ist die Stammstute Bharcolle die Mutter von Garmex, Khomedian und Chello Z, die alle auf einem Niveau von 1,50 m sprangen. 2013 züchtete er aus der Stute Calvacolle Z (Calvaro Z) Cascol Z, einen Sohn von Casall ASK. „Casall war für mich schon damals einer der besseren Hengste, und ich wollte schon immer einmal mit ihm züchten, aber wenn man keine Holsteiner Stute hat, ist das nicht so selbstverständlich. Man ist schon schnell ein paar Tausend Euro los. Über Herrn Melchior konnte ich damals jedoch eine Samenportion kaufen, und so wurde Cascol Z geboren“. Janssen ist mit seinen Fohlen ein treuer Beschicker des Z-Festivals, und das war 2013 nicht anders. „Stutfohlen behalte ich schon Mal für die Zucht, aber ich versuche jeweils, die Hengstfohlen zu verkaufen. Um junge Hengste zu behalten, muss man, um zu beginnen, schon die richtige Anlage haben, aber auch die Kombination mit den Zuchtstuten und den jungen Stuten ist dann nicht so einfach. Deswegen ging Cascol Z damals mit zum Z-Festival. Er errang da mit einem Ergebnis von 32,50 Punkten den sechsten Platz und war damit für die Zangersheide Quality Auction zugelassen“.

Die Qualitäten von Cascol Z waren auch Judy Ann Melchior aufgefallen, und sie investierte bei der Z Quality Auction in den Casall-Sohn. Als Vierjähriger sprang Cascol Z einige regionale Turniere, und er erschien unter dem Sattel von Mike Van Olst auch am Start beim Z-Festival. Van Olst ritt ihn auch als Fünfjährigen noch auf einigen Turnieren, unter anderem in der PAVO-Hengstserie. Im späteren Verlauf des Jahres nahm Dayro Arroyave bei der Weltmeisterschaft für Junge Pferde zum ersten Mal im Sattel des Fuchshengstes Platz. Und mit Erfolg, denn sie konnten sich für das Finale am Sonntag qualifizieren, in dem sie letztlich einen Springfehler kassieren mussten. Bei der gleichen Weltmeisterschaft wurde Cascol Z auch auf der Zangersheide Hengstkörung vorgestellt. Da wurde er gekört, nachdem er die Jury durch seine athletische Springmanier, kombiniert mit einem enormen Abdruck, ebensolcher Galoppade und großem Vermögen überzeugt hatte.

Anfang vergangenen Jahres wurde Cascol Z noch kurzzeitig bei Thomas Van Minnebruggen untergebracht, und zusammen waren sie unter anderem bei der PAVO-Hengstserie zu sehen. Aber als Dayro Arroyave später in diesem Jahr seinen eigenen Stall gründete, übernahm der Kolumbianer definitiv die Zügel von Cascol Z. Sie gingen zu verschiedenen internationalen Turnieren, auf denen sie in 18 Runden dreizehn Mal fehlerlos blieben. Im Dezember schlossen sie das Jahr mit einem fünften Platz in der Prüfung für sechsjährige Hengste beim Jumping Mechelen ab.

Zu Beginn dieses Jahres reisten Dayro und Cascol Z dann in die spanische Sonne von Oliva, um ihre Sommersaison vorzubereiten. Sie wurden je einmal Dritte und Siebte und sprangen außerdem noch verschiedene Nullrunden. Aber auch in den letzten Monaten erschienen sie etliche Male mit einigen Erfolgen auf dem internationalen Parkett. So gab es einen dritten Platz in Lier, und sie notierten drei Mal einen sechsten Platz in Bonheiden. Aber der Höhepunkt erfolgte natürlich als Sie im Sentower Park zum neuen Belgischen Meister bei den Siebenjährigen gekrönt wurden!

„Ich kann mich bei Judy Ann Melchior nur bedanken, dass sie mir solch gute Pferde anvertraut hat“, sagt Dayro dazu. „Ich habe echt auf diese Meisterschaft hingearbeitet. Eigentlich hatte ich mich auf die Weltmeisterschaft in Lanaken gespitzt, aber weil die annulliert werden musste, haben wir unsere Ziele etwas verlegen müssen“ (lacht). Dayro ist vor allem über den Charakter seines frischgebackenen Meisters voller Lob. „Cascol Z hat unglaublich viel Einstellung. Er ist inzwischen gut einen Monat für die Zucht zurück auf Zangersheide gewesen, aber als er zurückkam, war es, als ob er nie weggewesen war. Er war sofort wieder auf seine Arbeit fokussiert. Jetzt bekommt er etwas Ruhe und dann sehen wir weiter“.

 

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