Nach der Auktion die Ablieferung

„Der Ausgangspunkt ist, dass ein auf einer Z-Auktion versteigertes Fohlen in tadellosem Zustand, ohne Abweichungen, gesund und in optimaler Kondition abgeliefert wird"

In einem Laden nehmen Sie mit, was Sie kaufen. Bei einer Fohlenauktion kaufen Sie und nehmen Sie..., nein, noch nicht gleich mit, was Sie kauften. Denn Auktionsfohlen sind noch zu jung, um von ihrer Mutter getrennt zu werden. Zwischen Kauf und Ablieferung steht mitunter eine Periode von mehreren Wochen. Eine Periode, in der junge, verspielte Fohlen in ihrem Wachstumsprozess und jugendlichen Enthusiasmus das Leben kennenlernen, so wie es ist. Sie lernen den Tierarzt kennen und den Hufschmied, einen Halfter, einen Husten – was es auch immer ist. Sie lernen das Fallen und Aufstehen. Fohlen müssen das alles erleben, und doch ist es die Bedingung, dass jedes Fohlen so abgeliefert wird, wie es auf der Auktion präsentiert wurde: gesund und in guter Kondition. Um das zu garantieren, werden die Auktionsfohlen der Z-Auktionen vor der Ablieferung von Tierärztin Hanna Remans untersucht. Und wenn sie Anmerkungen hat, ist es Diliana Augustus, die in aller Transparenz zwischen Käufer und Verkäufer vermittelt.

Hanna Remans ist die unabhängige Tierärztin, die die Fohlen  untersucht

Es ist ein Understatement, dass Zangersheide weltweit die Versteigerungsplattform par excellence ist. Es gibt viele Faktoren, die zu der tadellosen Reputation beitragen. Es sind die Selektionen, es sind die Atmosphäre und das Ambiente während der Auktionen. Man sieht an allem, dass ein hoher Qualitätsstandard eingehalten wird. Was man nicht sieht, ist, dass der gleiche Standard auch hinter den Kulissen vor und nach der Aktion gilt. Vorher bei der Selektion der Fohlen. Nachher bei der Ablieferung. Wie läuft das ab und wie wird es organisiert? Wir waren Ende Oktober Zeuge eines Ablieferungstages.

In der Regel kehren die Fohlen nach der Auktion nach Hause zurück. Ausnahmen können für ausländische Fohlen gemacht werden, die weit von Lanaken entfernt wohnen und mindestens fünf Monate jung sind. Sie können eventuell auf Zangersheide bleiben. Von dem Moment an, an dem die Bezahlung vorgenommen wurde, werden Käufer und Verkäufer über die Ablieferung informiert. Dazu müssen die Fohlen mindestens fünf Monate jung sein. Dann bringt der Züchter sein Auktionsfohlen am abgesprochenen Tag nach Zangersheide, wo es von der unabhängigen Tierärztin Hanna Remans medizinisch gecheckt wird. Wenn sie grünes Licht gibt, wird der Züchter bezahlt und das Fohlen geht zum Käufer. Hanna Remans kennt die Fohlen von den Live-Auktionen, weil sie sie schon vor der Versteigerung untersuchte. Fohlen, die online versteigert werden, haben ein medizinisches Attest vom Tierarzt des Züchters/Verkäufers.

Man könnte denken, dass die Ablieferung eine Formalität ist. Nichts ist weniger wahr. Wir haben es schließlich mit jungem Leben zu tun, und es vergehen einige Wochen zwischen der Auktion und der Ablieferung. Zangersheide stellt vor der Ablieferung einige Bedingungen. Das Fohlen muss mit einem Halfter und dem Hufschmied vertraut sein. Es muss in guter Kondition und entwurmt sein und es muss ausgeschnitten abgeliefert werden. Das ist die Visitenkarte des Verkäufers und der Auktion.

Die Auktionsfohlen sind durch Zangersheide zum Verkaufswert bis zu 10 Tagen nach der Ablieferung versichert. Was konkret bedeutet, dass das Fohlen auch während des Transports zum neuen Besitzer versichert ist.

Jedes Fohlen hat ein Dossier: einen Pass und Gesundheitspapiere, was nach den europäischen Vorschriften für einen Transport ins Ausland verpflichtend ist

Jedes Fohlen hat ein Dossier: einen Pass und Gesundheitspapiere, was nach den europäischen Vorschriften für einen Transport ins Ausland verpflichtend ist. Außerdem gibt es noch medizinische Rapports, die kurz vor der Auktion und kurz vor der Ablieferung erstellt wurden. Die medizinische Kontrolle checkt außer der Identität auch Ohren, Augen, Zähne, Herz, Lunge, Atmung, Verdauung, Hufe, Stand, Genitalien und eventuellen Nabel- oder Leistenbruch.

Was kann schiefgehen? Wir fragen Diliana Augustus, die für die Ablieferung verantwortlich ist. „Wenn ein Fohlen zur Ablieferung gestellt wird und es nicht den Ablieferungsbedingungen entspricht, schauen wir in erster Linie nach dem Ernst der Anmerkung. Es kann vorkommen, dass ein Fohlen von sechs, sieben Wochen versteigert wird. Wenn es einige Monate später eine Standabweichung zeigt, kann das zum Beispiel Anlass zur Auflösung des Kaufs sein. Wir bestehen darauf, das Fohlen bis zur Ablieferung so gut wie möglich zu pflegen. Der Verkäufer muss die Verantwortung übernehmen. So erspart er für alle Kosten und Zeit".

Im Fall von Diskussionen ist es die Aufgabe von Diliana Augustus, zwischen beiden Parteien zu vermitteln. Wenn ein Fohlen bei der Anmeldung nicht für die Ablieferung infrage kommt, kann es eventuell auf Zangersheide bleiben, wo es gepflegt und behandelt wird, wonach die Ablieferung doch noch geschehen kann. „Der Ausgangspunkt ist, dass ein auf einer Z-Auktion versteigertes Fohlen in tadellosem Zustand, ohne Abweichungen, gesund und in optimaler Kondition abgeliefert wird"

Absetzen

Für viele Fohlen ist die Zeit des Ablieferns auch die Zeit des Absetzens. Einige kommen mit ihrer Mutter nach Zangersheide und werden hier getrennt. Andere Fohlen werden schon zuhause getrennt und reisen allein nach Lanaken. Für den Transport ist es sicherer, komfortabler und angenehmer, wenn das Fohlen mit seiner Mutter gebracht wird, es sei denn natürlich, dass es schon vor einiger Zeit abgesetzt wurde. Das Absetzen ist für das Fohlen sowieso ein Stressmoment.

Paul Schockemöhle

Paul Schockemöhle kaufte vier Fohlen auf der Z Quality Auction, darunter Especial For Fun Z, hinter dessen Namen jetzt schon ein Weltrekord steht. Wer 160.000 Euro für ein Fohlen ausgibt, misst der Übergabe selbstverständlich große Bedeutung bei. Schockemöhle entsandte dann auch eine Delegation von vier Mitarbeitern, inklusive einiger Tierärzte, um darauf zu achten, dass seine Neuerwerbungen in optimalem Zustand in ihr neues Zuhause kommen.

Schockemöhle entsandte eine Delegation von einiger Tierärzte, um darauf zu achten, dass seine Neuerwerbungen in optimalem Zustand in ihr neues Zuhause kommen

Und das ist, so verstehen wir, auch nötig: „Wir besuchen heute drei Auktionen, auf denen Paul Schockemöhle Fohlen kaufte. Bedingung ist, dass wir die Fohlen mit nach Hause nehmen. Zuvor unterziehen wir sie einem gründlichen medizinischen und physischen Checkup. Das ist eine Standardprozedur. In der Periode zwischen Ankauf und Ablieferung kann viel passieren, und vier Augen sehen mehr als zwei. Die am meisten auftauchenden Anmerkungen beziehen sich auf die Standabweichungen. Oder auf die ersten Diagnosen von OCD. Wir wissen, wo wir kaufen, und bei Zangersheide gibt es wenig bis gar keine Anmerkungen“.

Die vier Fohlen der Zangersheide Quality Auction werden für gut und gesund erklärt und zeihen in ihren neuen Stall.

Der Hufschmied

Es ist ein Kommen und Gehen von Ablieferern und Tierärzten, und auch Hufschmied Paul Bocken ist anwesend. Praktisch, denn so kann auch er befragt werden. Wann erscheint er in dem Bericht über ein Fohlen? „Auf Zangersheide sehen wir die Fohlen ein erstes Mal zwischen zwei und vier Monaten. Es sei denn, ein Fohlen hätte einen abweichenden Stand, wie zum Beispiel einen Bockhuf. Dann treten wir früher in Aktion. Auktionsfohlen werden definitief sorgfältig ausgeschnitten, bevor sie dem Publikum präsentiert werden. Das ist ein logischer, korrekter Service, und meinen Kunden rate ich, ihre Fohlen auch noch einmal zehn Tage vor der Ablieferung auszuschneiden". Paul Bocken stellt fest, dass immer mehr Züchter gut versorgten Hufen Bedeutung beimessen. „Fohlen wachsen schnell, und das ist mit ihren Hufen nicht anders. Abhängig vom Boden, auf dem sie hauptsächlich stehen, ist es ratsam, ihre Hufe zu bearbeiten. Man darf die Bedeutung eines gut versorgten Hufs nicht unterschätzen. Nun, die Z Quality Auction hat ihren Namen nicht gestohlen. Es darf gesagt sein, dass die Z-Auktionen Qualität anbieten, und das gilt, um zu beginnen, schon, wenn es um die Hufe geht. Die sind korrekt, wenn die Fohlen angeboten werden. Sonst kommen sie nicht in Betracht“, ist die Erfahrung von Bocken. „Der Züchter muss alert sein und seine Fohlen auf dem Pflaster beurteilen und nicht nur auf der Weide oder auf einem Strohbett. Bei rechtzeitigem Eingreifen des Hufschmieds kann Vielem abgeholfen werden“. Je schneller man sich darum kümmert, je mehr und besser kann man korrigieren, verstehen wir. Die Zangersheide-Fohlen werden in ihrem ersten Jahr alle drei Monate ausgeschnitten, erklärt Paul Bocken. Und so gehört sich das auch.

Hanna Remans

Tierärztin Hanna Remans hat inzwischen schon mehr als 10.000 Schritte auf ihrem Zähler. Zangersheide sieht im Moment mit einer Warteschlange von Trailern aus wie ein Drive In. Hanna koordiniert, observiert und konsultiert. Die Kontrolle von Hanna lässt an eine medizinische Kontrolle in der Grundschule denken: es gibt kein Entkommen, alle müssen sich ihr unterziehen. Das ist bei Fohlen nicht anders. Doktor Hanna hat ihren Rapport in der Hand, er muss nur noch ausgefüllt werden. Punkt 1 betrifft die allgemeine Kondition.

Wenn man Qualität liefern will, muss man auch die Nachsorge investieren

Es kann vorkommen, dass Fohlen durch das Absetzen einen Rückschlag bekommen und deswegen in geringerer Kondition sind. Jedes Fohlen bekommt einen Rückschlag, weiß Remans: „Die ältesten Fohlen haben damit die geringsten Probleme, weil sie im April, Mai geboren sind und ein Frühjahr und einen Sommer auf der Weide verbracht haben. Spätere Fohlen haben das verpasst, sie kommen früher auf den Stall. Und den Unterschied sieht man oft am Ende des Jahres. Oder bei der Ablieferung. Fohlen können einen in positivem und negativem Sinn erstaunen. Einige haben sich prima entwickelt, andere sind in etwas geringerer Kondition. In ihrem Wachstumsprozess durchlaufen sie das alles, und die ersten Monate sind vor allem entscheidend. Es kann dadurch schon ein Unterschied zwischen der Selektion und der Auktion sein und später noch einer während der Ablieferung“.

In diesem Jahr zum Beispiel wurden sechs für die Quality Auction selektierte Fohlen aufgrund des 48 Stunden vor der Auktion erstellten medizinischen Berichts nicht angeboten. Das sagt etwas über die strenge Interpretation des medizinischen Rapports aus. „Zangersheide legt einen hohen Maßstab an, und Fohlen, die dem nicht genügen, werden unwiderruflich abgewiesen. Die Züchter, die ihre Fohlen präsentieren, wissen inzwischen, wie streng wir urteilen. Dadurch haben wir immer weniger Probleme“, sagt Hanna mit einem Augenzwinkern. „Die Jury sieht ein Fohlen anders an als ich", erklärt Hanna. „Ich schaue nicht auf Abstammung, Bewegung, Gänge etc. Ich schaue auf eine andere, medizinische Weise nach dem Fohlen. Ich observiere das Maul, die Zähne, die Augen, die Ohren, das Herz, die Lungen, den Stand des Beinwerks. Das ist meine Aufgabe".

Bei 80 Prozent der Fohlen, die wir zurückweisen, bezieht sich das auf den Stand der Füße

Welches sind die am häufigsten vorkommenden Stolpersteine? Hanna zählt einige Klassiker auf: „Wenn es um einen Unter- oder Oberbiss geht, ist es für mich wichtig, ob sich die untersten und obersten Zähne treffen. Darauf achte ich. Dieser Punkt ist bedeutsam, weil er eine erbliche Abweichung ist. Wenn ein potentieller Käufer ein Hengstfohlen als zukünftigen Deckhengst kauft, weiß er, dass es deswegen drei Jahre später auf einer Hengstkörung nicht gekört wird. So etwas will man auf seiner Auktion nicht anbieten. Nur zum Verständnis: wir haben auch schon erlebt, dass ein Fohlen mit einem Überbiss nach der Auktion doch noch gekauft wurde, weil der Käufer ein Sportpferd wollte und keine Ambitionen in bezug auf die Zucht hatte. Ich erstelle meinen medizinischen Rapport nach Ehre und Gewissen, und dann ist es Sache des Käufers, zu entscheiden. Tatsache ist, dass die Käufer auf der Z Quality Auction unserem tierärztlichen Rapport quasi blindlings vertrauen. Zangersheide kann sich nicht erlauben, Abweichungen durchgehen zu lassen“.

„Es kann vorkommen, dass ein Fohlen hustet oder Schleim in der Nase hat, mit oder ohne Kombination mit Fieber. An und für sich muss das nicht ernsthaft sein, aber man kann ein Fohlen in dem Zustand nicht abliefern. Dann wird mit dem Verkäufer abgesprochen, sein Fohlen nach Genesung zu einem späteren Zeitpunkt wieder zur Ablieferung anzubieten. Das Gleiche gilt für Durchfall. Selten eine unüberwindliche Sache, aber sie muss erst durch den Verkäufer behandelt und aufgelöst werden“. Das klingt selbstverständlich, aber man stellt fest, dass es nicht jeder begriffen hat.

Die häufigsten Probleme gibt es beim Fundament, spezieller gesagt mit dessen Abweichungen, sagt Hanna Remans. „Französischer Stand, flämischer Stand [bodenweit, bodeneng], zu steiler Stand. Bei 80 Prozent der Fohlen, die wir zurückweisen oder nicht abliefern, bezieht sich das auf den Stand der Füße. Die meisten Fohlen stehen bei ihrer Geburt ein bisschen französisch, weil sie in der Brust sehr eng sind. Das gibt sich meistens während des Wachstumsprozesses, wenn beide Füße symmetrisch sind. Es wird ein Problem, wenn es eine Asymmetrie gibt, wobei ein Fuß merklich weiter nach außen steht als der andere. Abweichungen des Fußes sind oft schwer einzuschätzen, weil der Hufschmied viel daran machen kann. In dem Fall wird die Ablieferung oft ausgestellt“.

Die Züchter, die ihre Fohlen bei der Selektion präsentieren, wissen inzwischen, wie streng wir urteilen. Dadurch haben wir immer weniger Probleme

Ein belgisches Fohlen, das angemeldet wurde, steht ein bisschen französisch, doch sind sich Tierärztin und Hufschmied einig, dass dem Übel abgeholfen werden kann. Das wird im Rapport, versehen mit einigen Empfehlungen, vermeldet. „Man weiß inzwischen, dass wir sehr streng interpretieren. Ein Fohlen mit einem schiefen Fuß, was aus dem Fesselgelenk herrührt, wird nicht passieren“. Zangersheide legt die Latte sehr hoch, berichtet Remans: „Vor der Auktion sind wir extrem streng, und das Auktionskomitee entscheidet, ob ein Fohlen angeboten wird oder nicht. Bei der Ablieferung ist es der Käufer, der unter Berücksichtigung unseres medizinischen Rapports entscheidet, ob er das Fohlen abnimmt".

Wir sind inzwischen zwanzig Fohlen weiter und Doktor Hanna hat bei einigen Fohlen eine kleine Bemerkung angebracht. Überwiegend Anmerkungen, die zum Glück lösbar sind. „Es ist nur schade, dass Verkäufer in dem Zustand doch abliefern wollen“, seufzt Hanna. „Es kam ein Fohlen mit Hautschimmel an. Das ist sehr ansteckend. Das Risiko geht man doch nicht ein? Man will seinen Stall doch nicht infizieren? Das Fohlen darf direkt rechtsum machen“. Ein anderes Fohlen hat einen dicken Bauch, während man seine Rippen zählen kann. Vielleicht nicht entwurmt, stellt Remans fest. „Das klärt sich in einigen Wochen mit Entwurmung und guter Fütterung. Der Verkäufer hätte die Aufgabe auf seine Kosten übernehmen können und müssen. Wir informieren den Käufer und er entscheidet, ob er das Fohlen, doch in Empfang nimmt oder ob er abwartet, bis der Verkäufer das Fohlen in besserer Kondition abliefert“.

Bei einem anderen Fohlen ist auch eine Vermittlung zwischen Käufer und Verkäufer gefragt. Das Fohlen ist schnell gewachsen, mit der Folge, dass eine Reaktion der Wachstumsscheiben oberhalb des Fesselgelenks auftrat. An und für sich ist das nicht schlimm, es ist eine Frage der Zeit bis sich der Körper wieder selbst herstellt. In Abstimmung mit beiden Parteien wird beschlossen, dass das Fohlen noch einige Monate beim Verkäufer bleibt. Ein Nabel-/Leistenbruch wird ebenfalls von Hanna Remans gecheckt, weil das schon mal übersehen wird. Es kommt sporadisch vor, die Kosten der Operation und der Nachbehandlung gehen zu Lasten des Verkäufers. Das Fohlen kann erst nach völliger Wiederherstellung abgeliefert werden. Bei Hengstfohlen ist es wichtig, dass zwei Testikel vorhanden sind. Es kann vorkommen, dass sich zum Zeitpunkt der Auktion nur ein Hoden gesenkt hat. Das wird während der Auktion explizit bekanntgegeben, weil es bis zu anderthalb oder gar zwei Jahren dauern kann, bis sich beide Hoden gesenkt haben. Das ist nicht unbedeutend, wenn ein Käufer in einen zukünftigen Deckhengst investiert.

Ein Limburger Hobbyzüchter liefert sein Fohlen ab. Er verkauft seine Fohlen stets und war froh, dass es über die Z Quality Auction versteigert wurde. „Nach der Auktion ging sie nach Hause zurück, zurück auf die Weide. Sie ist sieben Monate alt und gerade abgesetzt. Sie ist ein ruhiges Fohlen und hat zuhause Abschied von ihrer Mutter genommen. Das ist ruhig verlaufen, genau wie der Transport. Meine Fohlen lernen zuhause schon, dass sie angebunden stehen müssen. Ich erziehe sie jeden Tag, und das zahlt sich aus, wenn man sie herausbringt. Sie kennt den Hufschmied, den Tierarzt und sie ist entwurmt. Ich habe Vertrauen bezüglich der Ablieferung“. Das Fohlen bekommt grünes Licht und zieht noch am gleichen Tag davon.

Die Auktionsfohlen sind durch Zangersheide zum Verkaufswert bis zu 10 Tagen nach der Ablieferung versichert. Was konkret bedeutet, dass das Fohlen auch während des Transports zum neuen Besitzer versichert ist.

Ein anderer Züchter verkaufte vier Fohlen, die heute ihren Besitzer wechseln. Wie hat er sich in den letzten Wochen um seine Fohlen gekümmert? „Meine Fohlen spielten auf der Weide, aber wenn es regnete, holte ich sie sofort herein. Ich pflege sie, bis sie abgeliefert werden. Meine Fohlen werden in der Kondition abgeliefert, in der ich sie auf der Auktion präsentierte. Dem messe ich große Bedeutung zu. Ich will mir nichts nachsagen lassen. Wenn ich zum Beispiel sehe, dass die Fohlen zu mager werden, binde ich die Stuten mal eben an, so dass die Fohlen nach ihrem Gusto fressen können. Am Tag der Ablieferung entwurme ich meine Fohlen zum letzten Mal, und der Hufschmied ist jeden Monat vorbeigekommen. Wenn man Qualität liefern will, muss man auch die Nachsorge investieren. Wenn man einige zehntausend Euro auf einer Auktion verdienen kann, darf man nicht auf tausend Euro bei der Versorgung seiner Fohlen schauen“. So gehört sich das auch.

 

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