Der erste Winter für mein Fohlen…..

Byebye Sonne und grünes Gras, hallo Regen und Kälte. Der Sommer hat dem Winter Platz gemacht. Für Mensch und Tier heißt es akklimatisieren. Auch für unser Fohlen, das seinen ersten Winter überwintern muss. Wie verläuft dieser Übergang? Und worauf muss man als Züchter achten? Was ist wichtig im ersten Winter meines Fohlens?

In unserem Menü haben exotische Sommersalate auf einer sonnigen Terrasse der warmen Winterkost mit Rosenkohl und Chicorée vom Herd Platz gemacht. Unser Chefkoch variiert der Saison entsprechend. Das ist bei Pferden und Fohlen nicht anders. Aber welches Gericht setzen wir unseren Fohlen vor, wenn sie jetzt von der grünen Weide in den Stall kommen? Und was ist im Winterstall wichtig?    

Eine Umfrage bei erfahrenen Züchtern und Futtermittelherstellern lehrt uns, dass Heu die Basis der Fohlennahrung ist. Das Heubüffet muss permanent geöffnet sein. Heu ‚ad libitum‘ also, und das wird mit einer speziell zusammengestellten Fohlenmischung angereichert. Hier gehen die Meinungen über die Menge auseinander. Diese kann von 1 bis 3 Kilogramm täglich variieren. Bei den Bedürfnissen des Darmes von Jungtieren schwört jeder auf die Trockenfütterung. Silage bekommt, abgesehen von außergewöhnlich guter Qualität, keinen Vorzug aufgrund des hohen Säuregrades und der Verstopfungsgefahr. Neben dem kontinuierlichen Angebot von Heu und abgemessenem Fohlenmix sind alle Züchter sich in einem Punkt rührend einig: Mindestens ebenso wichtig wie die Fütterung ist die Bewegung!   

Nick Adriaensen ist der Züchter von ‚de Middelstede’, und da denken wir an die   internationalen Pferde Torinto von Guy Williams und Domino von Jos Verlooy. Nick ist neben dem Züchter auch Reiter und Vertreter von Lannoo-Martens. Er ist also auf allen Ebenen betroffen: „Wenn die Fohlen von der Weide hereinkommen, ist Heu die Grundlage ihres Menüs, und davon dürfen sie von mir aus soviel fressen, wie sie können. Alles hängt immer von der Qualität ab. Feines trockenes Heu ist die Grundlage. Ich ergänze das mit Fohlenpellets, die jeder Futtermittelhersteller im Angebot hat. Wenn Fohlen von der Muttermilch abgehen, ist es angezeigt, den Übergang zur festen Nahrung mit der Zugabe von Milchpulver ablaufen zu lassen, aber das ist nicht immer nötig, weil es im Fohlenfutter auch vorhanden ist. Man kann im Winter Mais und Rüben füttern. Der Ausgangspunkt bei Maiszusammenstellungen ist, dass er trocken sein muss. Feuchten oder nassen Mais muss man vermeiden. Da besteht das Risiko der Fermentation, und das macht das Futter sauer, damit erhöht man das Risiko von Anschoppungen im Darmsystem und man landet im Gefahrenbereich der Kolik. Deshalb muss man so weit wie möglich Nassfütterung (Mais) vermeiden. Genau wie beim Menschen ist abwechslungsreiche Nahrung angeraten. Was mindestens genauso wichtig ist, ist, dass ihr Fohlen ausreichend Bewegung hat. Je weniger Bewegung, desto größer die Gefahr der Verstopfung. Viele Fohlen werden im Winter auf zu kleinen Flächen zusammen gesperrt, und das ist fatal. Selbst im Winter müssen Fohlen sich ausreichend bewegen können.       

Ciske, Udarco und Armani Z tragen allesamt Van Overis als Familiennamen und wurden in Peer bei Gerald Lenaerts geboren, einem professionellen Züchter mit erwiesenen Leistungen auf Fünfsterne-Niveau. Welche Gerichte serviert er im Winter? „Ich gebe Breeding Start, eine Mischung für Fohlen, und davon bekommen sie wohl 3 Kilo täglich. Ich mache das bewusst, weil ich nach dem Absetzen einen Rückschritt vermeiden will. Man merkt das oft bei Fohlen, die von der Muttermilch auf feste Nahrung übergehen. Es ist meine Erfahrung, dass ein Rückschritt oft zu einem Wachstumsstop führt, und das kann sich später auf die Röntgenbilder auswirken. Ein Wachstumsstillstand kann für die Knochenentwicklung gefährlich sein. Darum füttere ich gern viel zu. Milchpulver gebe ich nicht dazu, weil das schon in der Portion Breeding Start eingearbeitet ist. Daneben gebe ich viel Heu, von bester Qualität, und davon dürfen die Fohlen soviel essen, wie sie wollen und können. Mit ihrem kleinen Magen ist das übrigens halb so schlimm. In meinen Augen kann man ein Fohlen nicht zu fett füttern. Die wachsen so schnell, dass sie alles rasch verbrennen. Wenn sie gerade nach drinnen kommen, gebe ich noch keine Heulage. Das ist gefährlich für die Därme. Nassfütterung bleibt ein Risiko wegen der Übersäuerung. Ich gebe beispielsweise wohl gemahlene Maiskolben, aber kein Maishäcksel.“ Viel bewegen ist mindestens so wichtig wie gut fressen, weiß auch Gerald, und dafür sparte er weder Kosten noch Mühe:“Die Laufställe schließen an einen großen Auslauf mit rauem Beton an. Einen Paddock kann man im Winter doch nicht gut in Schuss halten. Deshalb haben die Fohlen die Möglichkeit zu freiem Auslauf auf Beton, rau gegossen, sodass sie nicht ausrutschen. Die Futtergatter stehen auch bewusst am hinteren Ende der Auslauffläche, sodass die Fohlen gezwungen sind, herauszukommen, wenn sie fressen wollen. So bleiben sie auch den Winter über ständig in Bewegung. Sie in einem kleinen Stall einzupferchen ist das Schlechteste, was man einem Fohlen bieten kann.“       

Harrie Theeuwes ist der Züchter von ‚111’, und den kennen wir unter anderem von Think Twice 111 Z, dem Weltmeister des vergangenen Jahres. Harrie züchtete auch Chippendale Z und Winningmood. Wie sind die Jungens groß geworden? „Ich gebe schon zu einem frühen Zeitpunkt Fohlenpellets, die Stute frisst und das Fohlen nascht es neugierig mit. Wenn das Wetter es zulässt, stehen die Fohlen nach einem Monat Tag und Nacht draußen. Es sei denn, dass es stark regnet oder die Sonne zu sehr scheint. Dann kommen sie herein, aber sie gehen schnell wieder nach draußen, wenn die Wetterverhältnisse es zulassen. Im Winter bleiben die Fohlen in Laufställen, wo sie unbegrenzt Heu erhalten. Das ergänze ich dann mit einem Kilo Fohlenpellets, morgens und abends. Dazu kommt sporadisch eine Rübe und ein Mineralstein.“

Emile Van Rossem ist der Züchter des neuesten siebenjährigen Weltmeisters Koriano van Klapscheut, von seiner Mutter Koriana, die mit Eric Lamaze Fünfsterne sprang, und vom Sieger des Hengstwettbewerbs. Emile hat vierzig Jahre Erfahrung hinter sich: „Bei uns  bleiben die Fohlen lange draußen. So lange wie möglich, abhängig vom Wetter. Bei mir bekommen sie auf der Weide schon Heu, und ich achte streng auf die Qualität. Die Fohlen stehen jetzt drinnen mit einem Außenauslauf. Ich finde Bewegung sehr wichtig und selbst an einem schönen Wintertag stelle ich sie raus. Meine Jährlinge kommen erst Ende Januar herein. Nur im Februar und März sind die Weiden geschlossen. Vom 1. April an gehen sie wieder nach draußen. Die Fohlen bekommen Heu satt, und das ergänze ich mit Fohlenpellets. Heulage steht auch auf dem Menü, aber nur sehr trockene Heulage. Zu üppiges Futter ist auch nicht gut für die Entwicklung. Das Wichtigste ist, dass die Fohlen auch im Winter in Bewegung bleiben. Kurz zusammengefasst, finde ich Heu von bester Qualität in Kombination mit Fohlenpellets das beste Menü. Mit anderen Diäten, und ich habe viele davon probiert, habe ich schlechte Erfahrungen.“    

Tim Van Tricht ist Hufschmied, seine Frau Jill Smits Reiterin, und gemeinsam haben sie die beiden Buchstaben ihrer Vornamen zum Stallnamen ‚Tiji’ gefasst, einer Zucht mit prägnanten Referenzen wie Garfield de Tiji (Quasimodo Z), der mit Jérome Guery Fünfsterne springt, und Flinstone de Tiji, den wir besser kennen als Hello Guv’Nor mit Scott Brash. Der erste Winter ist der wichtigste, findet Tim, der seine Zucht mit gesundem Bauernverstand angeht: „Nichts macht ein Fohlen stärker als die Natur! Die Pferde, die jetzt im Fokus stehen, so wie Garfield und Flinstone, haben bis zu ihrem dritten Jahr keine drei Wochen drinnen gestanden. Sie bleiben Winter und Sommer draußen. Sie hatten wohl eine Schutzhütte mit Stroh. Sie konnten also immer trocken stehen und liegen. Bewegung ist das Allerwichtigste, nichts ist schlimmer als ein Fohlen, das den ganzen Winter in einer Box eingesperrt wird. Ich habe jetzt Laufställe mit einem Paddock und leider keine angrenzende Weide mehr, die sie im Winter benutzen können. Anfang August ist das Beste vom Gras weg und ich gebe Heu dazu. Ich habe ein Futtergatter, wo nur die Fohlen drankommen, und davon essen sie soviel, wie sie wollen. Viel zufüttern tue ich nicht. Ich habe meine Fohlen lieber ein wenig zu hager als zu fett, denn das Letztere ist nicht gut für ihre Knochenentwicklung. Aber ja, meine Fohlen brauchen sich nicht auf Schauen zu zeigen. Bei mir müssen es keine Bodybuilder sein. In Funktion ihrer späteren Sportkarriere kann man am besten der Natur so getreu wie möglich folgen. Ich hole alle meine Fohlen zugleich herein, ungeachtet ihres Alters. Das ist besser, weil sie so gemeinsam in einen fremden Stall kommen. Wenn man sie nach Lebensalter hereinholt, riskiert man Konflikte wegen der Rangordnung. Im Winter gebe ich neben unbegrenztem Heu auch Rüben und Fohlenmischung. Was man am besten vermeidet, ist nasse Heulage. Das ist Rinderfutter. Es ist auch wichtig, dass man unter Berücksichtigung der Umstände füttert. Fohlen, die im Winter draußen bleiben, brauchen mehr Futter als Fohlen, die drinnen stehen. Was man ebenso wenig vergessen darf, ist, die Fohlen alle zwei Monate zu entwurmen. Im Übrigen lasse ich sie so viel wie möglich Fohlen sein.“

Tragende Stute im Winter

Eine gute Zucht beginnt mit einer gesunden (tragenden) Stute. Tragende Stuten haben durchweg im Frühling und Sommer eine gute Weide mit ausreichend Gras, was ihren Bedürfnissen entspricht. Am Ende des Sommers werden die Weiden magerer, und dann ist es ratsam, schon Raufutter (Heu oder Heulage) bei zu füttern. Abhängig von der Qualität der Weide und des Raufutters kann eventuell mit Fertigfutter ergänzt werden. Im Winter wird das Gras vollkommen von Heu ersetzt mit einer zusätzlichen Ration von durchschnittlich drei Kilo pro Stute und Tag. Auch Rüben oder trockener Mais können der Ration hinzugefügt werden, weil das Energie bei niedrigem Eiweißgehalt liefert. Später im Winter ändert sich der Bedarf der Stute, weil das Fohlen jetzt stark zu wachsen beginnt und bestimmte Nährstoffe braucht. Es ist angezeigt, dass die tragende Stute die letzten drei Monate planmäßig Kraftfutter hinzu bekommt. Das Fohlen wächst in den letzten drei Monaten im Durchschnitt 11 kg pro Monat. Da ist also bei der Stute ein erhöhter Energiebedarf, den man durch ein halbes Kilo Kraftfutter extra pro Tag auffängt. Ein angepasstes Kraftfutter, bei den besseren Herstellern zu finden, ist notwendig, weil das Fohlen bestimmte essentielle Aminosäuren für den Gewebeaufbau und bestimmte Vitamine und Mineralien braucht. Hierbei ist vor allem Kupfer wichtig. Das Fohlen braucht Kupfer für starke Knochen, aber die Fohlenmilch ist arm an Kupfer. Über den Nabelstrang ist Kupfer aber gut verfügbar. Es ist also eine Notwendigkeit, dass das Fohlen noch vor der Geburt ausreichend Kupfer aufnimmt. Es ist auch anzuraten, dass die Stute im letzten Monat der Trächtigkeit schon in dem Stall steht, wo sie auch mit ihrem Fohlen stehen soll. Der Körper der Stute hat dann Widerstandkräfte gegen die vorhandenen Krankheitserreger. 

Drinnen oder draußen?

Bewegung ist wichtig, sogar lebenswichtig, und das bedeutet, dass die Fohlen auch im Winter nach draußen kommen müssen. Wenn ein Fohlen dauernd draußen bleibt, ist es wichtig und notwendig, dass es trocken liegen kann. Dass das Fohlen zumindest eine Stelle hat, wo es trocken ist.  Pferde vertragen Kälte besser als Wärme, aber durch Regen und Schnee verliert auch ein Winterfell an Widerstand. Umso mehr, als Fohlen noch nicht das Körperfett haben wie ein erwachsenes Pferd. Die Mehrheit der Züchter bringen ihre Fohlen im Winter dann auch nach drinnen. Häufig in einen Laufstall mit im besten Fall einer Möglichkeit des Auslaufs in einem Paddock. Es ist wichtig zu wissen, dass Pferde/Fohlen mehr Wasser trinken, wenn sie Heu fressen, als wenn sie Gras fressen. Man sollte also für ausreichend Wasser im Winter sorgen.  

 

Heu oder Heulage?

Trockenes Heu kommt am ehesten der natürlichen Nahrung eines Pferdes nahe. Heulage wird gemacht, weil sie länger haltbar ist, aber das Gras in der Heulage fermentiert, und das beinhaltet bestimmte Risiken für Fohlen. 

Heu enthält auch mehr Struktur. Das hat zur Folge, dass ein Pferd länger darauf kaut, was wiederum die Speichelproduktion anregt und dadurch auch die Verdauung fördert.  

Durch den Fermentationsprozess ist Heulage saurer als Heu. Erniedrigung des Säuregrades im Verdauungssystem des Pferdes kann dafür verantwortlich sein, dass gute Bakterien absterben, und das hat seinerseits wieder einen negativen Einfluss auf die Darmwand. Hierdurch wird auch die Produktion von B-Vitaminen und Vitamin K, die von der Darmwand gemacht werden, begrenzt. 

 

Heu ist darüber hinaus zum Entgegenwirken von Stalluntugenden geeignet, weil es die Pferde beschäftigt. Weiter ist es eine Quelle von Vitaminen (B-Komplex, D und E), Karotin und Mineralien. Es ist ideal, um es neben Kraftfutter zu füttern. Probleme mit Heu können auftreten bei einem zu hohen Eiweißgehalt (zu starke Düngung), Aufpressen mit zu hoher Restfeuchte (Braunfärbung, Schimmel), und bei zu viel Verschmutzung (Staub). Das Problem des staubigen Heus kann man lösen, indem man das Heu vor dem Verfüttern mit Wasser durchtränkt.   

 

Der Vorteil von Heulage gegenüber Heu ist, dass Heulage keinen Staub enthält. Bei Heulage hat man tatsächlich eher Gefahr von Schimmelbildung (bei schlechtem Luftabschluss) und zu hohem Eiweißgehalt. Weiter ist der Rohfasergehalt von Heulage geringer als von Heu. Beim Füttern von nasser Silage wird das Probleme geben. 

Eingewickelte Produkte können nach ungefähr 30 Tagen gefüttert werden, weil dann die Gärung durch Milchsäurebakterien abgeschlossen ist. Heulage kann die Ursache von Botulismus sein. Er wird verursacht durch Bakterien, die auf den Kadavern von etwa Mäusen, Maulwürfen, Vögeln vorkommen, die ungewollt in der Heulage landen.
Maishäckselfutter aus Mieten ist sehr energiereich, aber sehr arm an Eiweißen, Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen. Pferde fressen dieses Futter nach einer Zeit der Gewöhnung gern. Maishäcksel ist ein Dickmacher. Das große Problem bei Maishäcksel ist ein Mangel an  Karotin und Vitamin D. Bei wachsenden, tragenden oder laktierenden Pferden ist es notwendig, Vitamine und Mineralien bei zu füttern. Der Inhalt dieser Futtermittel ist stark abhängig vom Zeitpunkt der Ernte und von der Düngung. Bei zu früher Ernte oder zu reichlicher Düngung kann die Fütterung aus Silagemieten für Pferde gefährlich sein.     

Havens

Unser Rat lautet, die Fohlen zeitig an das Fressen von Pellets zu gewöhnen. Der Durchmesser der Fohlenpellets ist etwas kleiner als der unserer anderen Pellets, um die frühzeitige Aufnahme zu vereinfachen. Sie haben einen hohen Laktose-Gehalt, um die Schmackhaftigkeit zu erhöhen (sodass der Geschmack dem der Muttermilch ähnelt).
 
Es ist wichtig, dass die Fohlen während der ersten 18 Monate gutes Futter erhalten. Es beginnt mit der Muttermilch und muss danach durch ein hochwertiges Produkt ersetzt werden. Weil die Fohlen nach ein paar Monaten schon weniger Nährstoffe aus der Milch bekommen, ist es vernünftig, die Fohlen schon mit 2 Wochen an Kraftfutter zu gewöhnen. 
 
Einfach mit einer Handvoll anfangen und das langsam steigern.  
Passen Sie darauf auf, dass Sie schon weit vor dem Absetzen mit dem Zufüttern der Fohlen beginnen. Die Zeit des Absetzens ist immer sehr stressgeprägt, und wenn das Fohlen dann noch lernen muss, Kraftfutter zu fressen, geht es oft (kurz) schief. Dann bekommt das Fohlen nicht genug, und wir versuchen oft, das danach extra aufzuholen. Es ist wichtig, dieses Tief erst gar nicht zu bekommen. Ist das Fohlen bereits an Kraftfutter gewöhnt, so wird das Fohlen in dieser stressreichen Zeit meist einfach weiterfressen.    
Man beugt damit dem Absetz-Tief vor.
Beachten Sie auch, dass die Fohlen in den ersten 1,5 Jahren ein beachtliches Wachstum durchmachen. Es ist dann normal, dass sie etwas magerer sind (man denke an Kinder im Wachstumsschub). Füttern Sie dann nicht zu viel Kraftfutter und achten Sie darauf, dass ihr Fohlen immer genug Lauffläche hat. Die Energie, die Sie zuführen, muss zum Teil auch wieder raus, anderenfalls bekommen Sie ein Überangebot an Energie und lösen einen Wachstumsschub aus. Das ist nicht erwünscht, denn die Knochenbildung muss gerade ruhig und gleichmäßig geschehen. Bei einem Wachstumsschub muss in einer kurzen Zeit zu viel geschehen  und man sieht häufig Fehler entstehen. Achten Sie immer darauf, dass ihr Fohlen ausreichend Bewegung erhält, denn das trägt zu einer guten Durchblutung und gesunden Knochenentwicklung bei.
 
Es ist eine bewusste Entscheidung von HAVENS, kein Fohlenmüsli auf den Markt zu bringen. Da kann es sein, dass die Fohlen anfangen zu selektieren und nur das Leckerste vom Müsli auffressen. So bekommen sie nicht immer alle Nährstoffe herein. Indem wir alle Grundstoffe in ein Pellet pressen, wissen wir, dass das Fohlen alles aufnimmt, was es braucht.  
 
Das HAVENS Opti-Grow wurde speziell für Fohlen entwickelt und hat eine Reihe von Vorzügen:
- Es enthält hochwertige Eiweiße (aus Milch und Soja)
- Aminosäuren werden für eine optimale Aufnahme extra (in flüssiger Form) zugefügt
- Die Vitaminisierung ist hoch, für gute Widerstandskraft
- Es enthält einen Multi Calcium Komplex, für eine optimale Weitergabe der wichtigsten Knochenmineralien und eine gute Knochenentwicklung und Gelenksfunktion
- Hoher Laktose-Gehalt für die Schmackhaftigkeit
 
Die Menge ist für jedes Fohlen verschieden (genau wie bei Kindern), aber als grobe Richtlinie empfehlen wir ca. 1 kg OptiGrow täglich pro Pferd.
 
Ein Fohlenfutter ist speziell auf die Bedürfnisse des Fohlens abgestimmt, und in Kombination mit gutem Raufutter und ausreichend Bewegung trägt es zur Gesundheit des Fohlens bei.
  
Wir empfehlen, nach 18 Monaten auf Draversbrok überzugehen, unsere Sportpellets. Der Futterbedarf eines jungen Pferdes kommt dem Futterbedarf eines Sportpferdes nämlich sehr nahe (viel Energie – reichliche Vitaminisierung – extra Vitamine für eine gesunde Muskelentwicklung).
 

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